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Unscharfe Risikoanalyse strategischer Ereignisrisiken

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Dominik Ocker

Der Analyse von strategischen Ereignisrisiken als bedeutender Unterklasse strategischer Risiken wurde bislang von Seiten der betriebswirtschaftlichen Forschung wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dies verwundert angesichts der Tatsache, dass das Management existenzbedrohender Risiken, darunter auch strategischer Ereignisrisiken, eine Hauptaufgabe der strategischen Unternehmensführung darstellt. Insbesondere existiert derzeit keine quantitative Methodik zu deren Analyse im strategischen Risikomanagementprozess. In dieser Arbeit wird eine solche Methodik zur Identifikation, Bewertung und Aggregation von strategischen Ereignisrisiken entwickelt. Besonderes Augenmerk wird auf den quantitativen Miteinbezug der Unschärfe strategischer Ereignisrisiken mithilfe der Theorie unscharfer Mengen gelegt.

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3 Erfassung und Analyse von strategischen Ereignisrisiken 68

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3 Erfassung und Analyse von strategischen Ereignisrisiken 3.1 Darstellung der Unternehmensumwelt durch Kognitive Karten 3.1.1 Scharfe Kognitive Karten Wie im vorigen Abschnitt ausgefu¨hrt wurde, setzt die Identifikation, Bewertung und Ag- gregation von strategischen Ereignisrisiken eine Strukturierung und Modellierung des Sy- stems Unternehmensumwelt voraus. In diesem Kapitel wird ausfu¨hrlich die Identifikation von strategischen Ereignisrisiken untersucht, die in der ersten Phase im Prozessmodell des strategischen Risikomanagements erfolgt. Die relevanten Aufgabenstellungen in die- ser Phase sind erstens die mo¨glichst lu¨ckenlose Identifizierung von strategischen Ereig- nisrisiken sowie zweitens die Erfassung der gegenseitigen Abha¨ngigkeiten dieser Risiken. Zur ada¨quaten Erfu¨llung dieser Aufgaben ist die modellhafte Abbildung des Systems Un- ternehmensumwelt sowie dessen Strukturierung, welche in Abschnitt 2.3.2 na¨her ero¨rtert wurde, als Ausgangspunkt anzusehen.1 Im Rahmen der bisherigen Ausfu¨hrungen wurde jedoch noch nicht darauf eingegangen, mithilfe welcher spezifischen Methode die Unter- nehmensumwelt zu modellieren ist. Grundsa¨tzlich sind zur systematischen Identifizierung strategischer Ereignisrisiken im Zuge einer Modellierung der Unternehmensumwelt ins- besondere die im Rahmen der Szenarioanalyse gebra¨uchlichen Verfahren geeignet.2 In der Szenarioanalyse wird zur Modellierung der Unternehmensumwelt vor allem die ” Me- thode des vernetzen Denkens“ eingesetzt, deren Ergebnisse auch als ” vernetzte Schema- ta“, ” Wirkungsgefu¨ge“ oder ” vernetzte Bilder“ bezeichnet werden. Im englischsprachigen Raum hat sich jedoch die Bezeichnung ” cognitive map“ durchgesetzt, welche hier in ih- rer deutschen U¨bersetzung – Kognitive Karte – verwendet wird. Der Begriff ” Kognitive 1Vgl. Diederichs (2004), S. 117, Fu¨ser/Gleißner (2000), S. 941. 2Vgl. Baum/Coenenbeg/Gu¨nther (2004), S. 45-47. 3.1 Darstellung der...

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