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Unscharfe Risikoanalyse strategischer Ereignisrisiken

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Dominik Ocker

Der Analyse von strategischen Ereignisrisiken als bedeutender Unterklasse strategischer Risiken wurde bislang von Seiten der betriebswirtschaftlichen Forschung wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dies verwundert angesichts der Tatsache, dass das Management existenzbedrohender Risiken, darunter auch strategischer Ereignisrisiken, eine Hauptaufgabe der strategischen Unternehmensführung darstellt. Insbesondere existiert derzeit keine quantitative Methodik zu deren Analyse im strategischen Risikomanagementprozess. In dieser Arbeit wird eine solche Methodik zur Identifikation, Bewertung und Aggregation von strategischen Ereignisrisiken entwickelt. Besonderes Augenmerk wird auf den quantitativen Miteinbezug der Unschärfe strategischer Ereignisrisiken mithilfe der Theorie unscharfer Mengen gelegt.

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7 Schlussbemerkungen 269

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7 Schlussbemerkungen Das Thema dieser Arbeit bildete die Entwicklung einer geeigneten Methodik zur Analyse strategischer Ereignisrisiken. Als geeignete theoretische Ausgangsbasis zur Analyse von strategischen Risiken wurde die Systemsicht der Unternehmensumwelt des strategischen Managements angesehen. Dessen Aufgabe besteht in der Herstellung eines strategischen Fits zwischen den Systemen Unternehmensumwelt und Unternehmen durch das Verfolgen einer geeigneten Strategie. Die u¨bergreifende Systemsicht des strategischen Managements identifiziert als Entstehungsursache von strategischen Risiken das Spannungsfeld der ge- wa¨hlten Unternehmensstrategie und der Entwicklung des Systems Unternehmensumwelt. Letzteres weist als Abbild der Realita¨t insbesondere die Eigenschaften Komplexita¨t, Dy- namik, Unsicherheit und Unscha¨rfe auf. Diese Eigenschaften des Systems Unternehmen- sumwelt machen eine Prognose der Umweltentwicklung und damit eine Erfolgsprognose einer gewa¨hlten Strategie kaum mo¨glich. Ein strategisches Risiko stellt somit eine Be- drohung des Erfolgs einer gewa¨hlten Strategie im Sinne einer bewerteten Zielverfehlung dar, die sich infolge einer unerwu¨nschten Umweltentwicklung ergibt. Grundsa¨tzlich bilden strategische Risiken keine Klasse homogener Risiken, sondern es ist zwischen strategischen Verteilungsrisiken und strategischen Ereignisrisiken zu unterscheiden. Strategische Ereig- nisrisiken stellen den mo¨glichen Eintritt von einzelnen, deutlich wahrnehmbaren Ereignis- sen in Gestalt von Diskontinuita¨ten in der Umweltentwicklung dar. Dagegen repra¨sentieren strategische Verteilungsrisiken eine Vielzahl nicht einzeln wahrnehmbarer Ereignisse mit geringer Tragweite. Infolge des grundlegend unterschiedlichen Charakters beider Risiko- klassen wurde u¨berpru¨ft, ob die derzeit im Rahmen des strategischen Risikomanagements verwendeten Instrumente den Eigenschaften beider Risikoklassen gerecht werden. Als Er- gebnis dieser U¨berpru¨fung konnte festgehalten werden, dass sich die vorgestellten Instru-...

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