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Diversity-Kompetenz in der Erziehungswissenschaft

Eine Strategie zur Umsetzung von Gleichstellung im Zusammenhang mit der aktuellen Hochschulreform

Doris Klappenbach

Entsprechende Motivation der Beteiligten beschleunigt Prozesse. Dies gilt in besonderem Maße für die aktuelle Bildungsreform. Mit der Planung, Entwicklung und Struktur von Studiengängen beschäftigten Kommissionen, Dekanaten und Hochschulleitungen wird hier eine Planungs- und Artikulationshilfe angeboten: Auf Basis der Untersuchung konkreter Lehrinhalte der Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin wird anhand eines kooperativen Curriculums für Diversity-Kompetenz exemplarisch gezeigt, wie der Weg zu einer erfolgreichen Studienreform aussehen kann. Lehrenden und Lernenden, TrainerInnen, ReferentInnen und WeiterbildungsinteressentInnen wird ein Überblick über Diversity Managemant als Lehr- und Lerninhalt, über Konzepte für integrative Mediationsausbildung, die Vermittlung von mediativer und interkultureller Kompetenz erstellt.

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2 Ein Plädoyer zur Intensivierung der Hochschulreform 23

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23 2 Ein Plädoyer zur Intensivierung der Hochschulreform Inwieweit ist es sinnvoll, die herkömmlich praktizierte Hochschulreform zu intensivieren statt sie als gescheitert zu betrachten? Dieser Frage widmet die vorliegende Arbeit Aufmerksamkeit. Ausgangspunkt dafür ist die Einschätzung, dass der Bologna-Prozess bisher weitgehend eher einer Umsortierung als einer Ak- tualisierung gemessen an Kriterien, wie sie durch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförde- rung (BLK) bis 31.12.2007 und im Anschluss von der Gemeinsamen Wissen- schaftskonferenz (GWK) sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) formuliert sind, gleicht (vgl. HRK 2007). Die aktuell ungeachtet der positiven Bilanz der EU (2006b) zahlreich in der öffent- lichen Diskussion geäußerten negativen Prognosen und Bewertungen spiegeln eine Wertminderung der herkömmlichen Abschlüsse (vgl. Bultmann 2003; BdWi 2003; Narr 2004; Kiel 2004a; Brüchert/Wagner 2007). Begründet wird diese dadurch, dass das ursprüngliche Diplom mit vielseitigen inhaltlichen Ausgestaltungsmöglich- keiten und dessen international anerkanntem Image als verloren und die neu einge- führten Qualifikationen Bachelor und Master als ebenso unzureichender wie prob- lematisch umsetzbarer Ersatz geglaubt werden. Die Ursachen dafür einem ver- meintlichen Versagen der Verantwortlichen zuzuschreiben, wird hier als ebenso vereinfachte wie defizitorientierte Strategie zur Klärung eines Phänomens bewertet, das sich aus der Perspektive neo-institutionalistischer Ansätze zukunftsweisend und ressourcenorientiert erklären lässt. 2.1 Organisationswissenschaftliche, gesellschaftswissenschaftliche und neo- institutionalistische Perspektiven auf die Universität Neo-Institutionalistische Ansätze befassen sich damit, gesellschaftliche Prozesse in deren Wirkung auf Organisationen näher...

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