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Diversity-Kompetenz in der Erziehungswissenschaft

Eine Strategie zur Umsetzung von Gleichstellung im Zusammenhang mit der aktuellen Hochschulreform

Doris Klappenbach

Entsprechende Motivation der Beteiligten beschleunigt Prozesse. Dies gilt in besonderem Maße für die aktuelle Bildungsreform. Mit der Planung, Entwicklung und Struktur von Studiengängen beschäftigten Kommissionen, Dekanaten und Hochschulleitungen wird hier eine Planungs- und Artikulationshilfe angeboten: Auf Basis der Untersuchung konkreter Lehrinhalte der Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin wird anhand eines kooperativen Curriculums für Diversity-Kompetenz exemplarisch gezeigt, wie der Weg zu einer erfolgreichen Studienreform aussehen kann. Lehrenden und Lernenden, TrainerInnen, ReferentInnen und WeiterbildungsinteressentInnen wird ein Überblick über Diversity Managemant als Lehr- und Lerninhalt, über Konzepte für integrative Mediationsausbildung, die Vermittlung von mediativer und interkultureller Kompetenz erstellt.

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8 Diskussion: Diversity-Kompetenz (DK) als gleichstellungsorientiertes Theorie- und Handlungskonzept in der Erziehungswissenschaft 261

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261 8 Diskussion: Diversity-Kompetenz (DK) als gleichstellungsorien- tiertes Theorie- und Handlungskonzept in der Erziehungswissen- schaft Die bisherige Verwendung des Begriffes „Diversity-Kompetenz“ ist bisher punktuell und selten. Sie realisiert sich im Allgemeinen entweder in der Verwendung als Syno- nym für DiM oder in engem Zusammenhang mit Genderkompetenz oder/und Gen- der Studies. Ersteres wird schwerpunktmäßig durch Freie Bildungsanbietende prakti- ziert179. Letzteres ist im Rahmen universitärer Vermittlungsarbeit (Kap. 6.4.2) veran- kert180. Ein Angebot, welches (wie es in der vorliegenden Bearbeitung favorisiert wird) auf der Verbindung der in Abbildung 79 dargestellten Kompetenzmodelle basiert, lässt sich bisher noch nicht verzeichnen.181 In der Kombination von Vermittlungsmodulen wie „Managing Gender & Diversity“, „Interkulturalität & Personalarbeit“ sowie „Konflikt & Spannungsmanagement“ (Kernmodule B, C und D des in Abbildung 63 dargestellten Curriculums „DiVersion – Managing Gender & Diversity“ der Universi- tät Dortmund) lassen sich allerdings Ansätze dazu finden, die auf dessen Sinnhaftigkeit verweisen. Aus der Diversity-Debatte lässt sich als Ausgangspunkt für den hier ge- wählten konzeptionellen Zugang der politisierte Diversity-Ansatz nach Perko/Czollek 2006 (vgl. Kap. 2.4.2) als geeignet heranziehen. Für die Auswahl des Begriffes Diversi- ty-Kompetenz, die hier auf Basis der Analyseergebnisse getroffen wurde, sind Bestäti- gungen darin zu erkennen, dass er in aktuellen Dokumenten zu Hochschuldidaktik und Studienreform zunehmend eingebunden wird (vgl. HR 2008, S.8). 8.1 Der Begriff „Diversity-Kompetenz“ (DK) Als wissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand gewinnen Diversity und DiM ak- tuell als Erweiterung und auch Ablösung des vielfach herangezogenen Konstruktes IK an Bedeutung. Im Sinne eines erweiterten Kulturbegriffes macht diese Entwick- lung...

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