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Die Zurechnungstatbestände des WpHG und WpÜG

Auslegung und Abgrenzung der Zurechnungstatbestände des § 22 WpHG und des § 30 WpÜG

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Philipp Rulf

Zentrale Normen des WpHG und des WpÜG sind die Zurechnungstatbestände des § 22 WpHG und des § 30 WpÜG. Beide Normen sind nach dem wiederholt bekräftigten Willen des Gesetzgebers einheitlich anzuwenden. Dies stellt die Rechtspraxis bei der Anwendung vor die Aufgabe, trotz unterschiedlichem historischem Hintergrund und europarechtlicher Vorgaben, unterschiedlicher Gesetzessystematik, unterschiedlicher Gesetzeszwecke sowie Rechtsfolgen, grundsätzlich eine einheitliche Auslegung beider Vorschriften vorzunehmen. Ausgehend von diesem Widerspruch arbeitet der Verfasser die wesentlichen Auslegungskriterien für beide Normen heraus. Der Verfasser kommt zu dem Schluss, dass § 22 WpHG der Vorrang bei der Auslegung einzuräumen und das für § 22 WpHG ermittelte Auslegungsergebnis grundsätzlich auf § 30 WpÜG anzuwenden ist. Aus objektiv-teleologischen Gründen kann jedoch nach Auffassung des Verfassers eine abweichende Auslegung des jeweiligen Zurechnungstatbestandes des § 30 WpÜG gerechtfertigt sein. Der Autor zeigt bei der abschließenden Auslegung der Zurechnungstatbestände diese für die Rechtspraxis relevanten Abweichungen zwischen § 22 WpHG und § 30 WpÜG auf.

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Inhaltsverzeichnis

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1. Kapitel – Einleitung, Problemstellung und Gang der Untersuchung ........... 15 A. Einleitung ................................................................................................... 15 B. Problemstellung .......................................................................................... 16 C. Gang der Untersuchung .............................................................................. 18 2. Kapitel – Entstehung und Entwicklung des WpÜG und der §§ 21 ff. WpHG ............................................................................. 21 A. Die Entstehung des WpÜG vor europäischem Hintergrund ...................... 21 I. Der europäische Entstehungs- und Entwicklungsprozeß ................... 22 1. Der Pennington-Entwurf ................................................................ 22 2. Richtlinienvorschläge der Kommission 1989/1990 ....................... 23 3. Richtlinienvorschläge von 1996 und 1997 bis zur Abstimmung im europäischen Parlament ............................................................ 26 4. Der erfolgreiche Abschluß: Die Übernahmerichtlinie vom 21. April 2004 ................................................................................. 28 II. Der deutsche Entstehungs- und Entwicklungsprozeß eines Übernahmerechts bis zum Inkrafttreten des WpÜG .......................... 29 1. Der Übernahmekodex der Börsensachverständigenkommission vom 14.07.1995 ............................................................................... 29 2. Der Weg zum WpÜG ..................................................................... 32 a) Über Diskussions-, Referenten- und Regierungsentwurf zum WpÜG ................................................................................ 32 b) Leitlinien der Gesetzgebung ..................................................... 33 c) Umsetzung der Übernahmerichtlinie ........................................ 33 III. Richtlinienkonforme Auslegung des WpÜG ............................ 34 B. Die Entstehung und Entwicklung der §§ 21 ff. WpHG vor europäischem Hintergrund ................................................................................................ 35 I. Der europäische Entstehungs- und Entwicklungsprozeß ................... 36 II. Der deutsche Entstehungs- und Entwicklungsprozeß der §§ 21 ff. WpHG .................................................................................... 39 III. Richtlinienkonforme Auslegung der §§ 21 ff. WpHG ........................ 41 83. Kapitel – Die Regelungssysteme der §§ 21 ff. WpHG und des WpÜG unter besonderer Berücksichtigung der Zurechnungstatbestände ......... 43 A. Das Regelungssystem der §§ 21 ff. WpHG unter besonderer Berücksichtigung von § 22 WpHG ............................................................ 43 I. Überblick ............................................................................................. 43 1. Die Mitteilungspflichten nach §§ 21, 25 und 27a WpHG .............. 44 a) § 21 WpHG ................................................................................ 44 (1) Anlaßdefinierter Normadressat .......................................... 44 (2) Zivilrechtliches Eigentum...

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