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Unterrichtsstörungen aus der Sicht von Lehrenden und Lernenden

Ursachenzuschreibungen, emotionales Erleben und Konzepte zur Vermeidung

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Carmen Große Siestrup

Unterrichtsstörungen können den Unterrichtsfortgang und somit den Lernfortschritt erheblich beeinträchtigen. In dieser Studie werden die subjektiven Sichtweisen von Lehrenden und Lernenden erfasst und miteinander verglichen. Zentralen Themen sind die subjektiven Ursachenzuschreibungen bezüglich der Genese von Unterrichtsstörungen und subjektive Konzepte zur Vermeidung von Unterrichtsstörungen. Ferner wird untersucht, ob Zusammenhänge zwischen den Ursachenzuschreibungen, dem emotionalen Erleben und den Handlungen bestehen.

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4 Methodische Grundlagen 75

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75 4 Methodische Grundlagen Im folgenden Teil wird zuerst auf einige allgemeine methodische Aspekte eingegangen und im zweiten Teil wird dann das methodische Vorgehen in dieser Forschungsstudie erläutert. 4.1 Methodische Aspekte Da diese Forschungsstudie bei der methodischen Vorgehensweise beziehungs- weise Auswertung qualitative und quantitative Elemente miteinander verbindet, soll kurz auf die Entwicklung der qualitativen und quantitativen Forschung, insbesondere in der Pädagogik, Psychologie und Soziologie eingegangen werden. Außerdem wird die Bedeutung der verschiedenen Perspektiven von Lehrenden, Lernenden und Beobachtern und die methodische Vorgehensweise zur Erfassung subjektiver Theorien dargestellt. Weitere bedeutsame Elemente sind das Leitfadeninterview, die qualitative Inhaltsanalyse, quantitative Auswer- tungsverfahren und Gütekriterien. 4.1.1 Historische Aspekte der qualitativen und quantitativen Forschung Mayring (2002, S. 14) gibt eine kurze Übersicht über die Entwicklung der quali- tativen Forschung. Das qualitative Denken weist eine lange Geschichte auf und geht auf Personen wie Aristoteles oder Galilei zurück. Ein wissenschaftlicher Strang, der als Wurzel des qualitativen Denkens zu sehen ist, ist die Hermeneu- tik. Die Hermeneutik erarbeitet Grundlagen wissenschaftlicher Interpretation zur Auslegung von Texten. Solche Ansätze finden sich in Theologie, Jura, Geschichtswissenschaft, Philologie und Philosophie. Die Entwicklungslinien der Hermeneutik laufen über Spinoza, Herder, Thibaut zu Friedrich Schleiermachers (1768 – 1834) Hermeneutik als eine „Kunstlehre des Verstehens“ und Wilhelm Diltheys (1833 – 1911) Programm der Geisteswissenschaften sowie der Herme- neutik des 20. Jahrhunderts mit Vertretern wie Heidegger, Gadamer oder Habermas. Dilthey bezeichnet Hermeneutik und beschreibende Psychologie als die Grundlagen seiner Wissenschaft. Mathematik sei die Grundlage der Natur- wissenschaften. Er wendet sich aber ausdrücklich...

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