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Takahata Isao

Maria M. Grajdian

Takahata Isao, einer der berühmtesten und einflussreichsten Anime-Regisseure, zu dessen Anime-Werken solche Blockbuster wie Heidi – ein Mädchen aus den Alpen und Das Grab der Glühwürmchen zählen, ist Thema dieser weltweit erstmaligen Biografie. Takahata Isao ist der Mitbegründer des Ghibli-Unternehmens und der ältere Kollege sowie Haupt-Promoter des Regisseurs Miyazaki Hayao. Durch das Produzieren von Anime-Filmen wie Prinzessin Mononoke oder Chihiros Reise ins Zauberland (Oscar für den Besten Animationsfilm 2003) ist das Studio Ghibli in den letzten Jahrzehnten zum Inbegriff des japanischen Anime geworden und Miyazaki Hayao, der als Regisseur der meisten erfolgreichen Produktionen des Studio Ghibli auftritt, wurde als der berühmteste Anime-Regisseur aller Zeiten gefeiert. Wenige wissen allerdings, dass Takahata Isao hinter der charismatischen Gestalt Miyazakis steht. Dies liegt hauptsächlich daran, dass bislang keine umfangreichen Veröffentlichungen über Takahata Isao – als Mensch und als Anime-Autor – sowie über sein Werk vorliegen. Die Biografie, entstanden in Folge langjähriger Feldforschung und Literaturrecherche in Japan sowie zahlreicher Gespräche mit Takahata Isao, schließt diese Lücke. Sie ermöglicht die Vorstellung von Takahata Isao auch einem breiteren Publikum mittels einer wissenschaftlichen, jedoch gleichsam zugänglichen Analyse seiner Hauptwerke.

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Hübsche Meisterwerke 47

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Hübsche Meisterwerke Schon Anfang der 1970er Jahre bewiesen die zwei kurzen Anime-Filme Panda, kleiner Panda (ޡࡄࡦ࠳ࠦࡄࡦ࠳ޢ Panda kopanda, 1972) und Panda, kleiner Panda: Der Zirkus der regnerischen Tage (ޡࡄࡦ࠳࡮ࠦࡄࡦ ࠳࡮㔎㒠ࠅࠨ࡯ࠞࠬޢ Panda, kopanda: Amefuri sâkasu, 1973), dass die Kawaii-Ästhetik der Anime-Industrie zwar Niedlichkeit, jedoch keineswegs Verantwortungslosigkeit oder Ablehnung der Erwachsenenwelt und das Verstecken in einem ewigen Kindheitszustand bedeutet. 14 Beide Filme enthalten eine unglaubliche Anhäufung an niedlichen Elementen, die zu einer unglaublichen Freude beim Anschauen führen: Ästhetisch und ideologisch sind sich diese zwei kurzen Filme sehr ähnlich und trotz aller Aussagen über eine gewissen Ähnlichkeit mit dem späteren Mein Nachbar Totoro (ޡߣߥࠅ ߩ࠻࠻ࡠޢ Tonari no Totoro, 1988, Regie: Miyazaki Hayao) sind die beiden Mini-Meisterwerke als selbstständige Werke anzusehen. Von Anfang an wird kein Realismus beansprucht, weder in der Gestaltung der Figuren (Mimiko mit ihren nach oben herausspringenden Zöpfen, der riesige Papa-Panda mit seinen riesigen, zärtlichen Augen, der kleine Panda mit seinen ungeschickten Bewegungen und seiner niedlichen Zurückhaltung nach einer zweifelhaften Tat) noch in der zeichnerischen Darstellung noch in der Entwicklung der Handlung. Erschienen während der Panda-Mode in Japan, als zwei Pandas von China herüber gebracht wurden und sowohl für Schlagzeilen als auch für leidenschaftliche Blicke sorgten, sprechen diese beiden kurzen Filme über die faszinierende Freundschaft zwischen einem Mädchen und zwei Pandas, dem erwachsenen und dem kleinen Panda.15 Beide Filme erzählen mit nied- 14 Kawaii นᗲ޿ bedeutet wörtlich 'niedlich'. Ursprünglich stand Niedlichkeit für etwas, was japanische Mädchen und...

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