Show Less

Die Machtphysikerin gegen den Medienkanzler

Der Gender-Aspekt in der Wahlkampfberichterstattung über Angela Merkel und Gerhard Schröder

Series:

Astrid Freudenstein

Mit Angela Merkel wird 2005 zum ersten Mal eine Frau Bundeskanzlerin in Deutschland. Nach einem nur wenige Monate dauernden Blitzwahlkampf setzte sie sich gegen Amtsinhaber Gerhard Schröder durch. Ein Sieg der Union über Rot-Grün oder der Sieg einer Frau über einen Mann? Beides. In dieser Arbeit wird der zweite Aspekt aufgearbeitet. Welche Rolle spielte der Aspekt Gender in diesem Wahlkampf? Wie gingen die Medien mit dieser völlig neuen Geschlechterkonstellation um? Welche Vor- oder Nachteile hatten die Kandidaten aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit? Es war der erste Wahlkampf auf Bundesebene, in dem es tatsächlich auch um Rollenbilder und Lebensformen ging. Grundlage der Studie ist eine Inhaltsanalyse von Wahlkampfberichten der überregionalen deutschen Tageszeitungen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

3 Material und Methode 95

Extract

3 Material und Methode Im Folgenden werden Aufbau und Ablauf der Untersuchung erklärt, und im Speziellen das empirische Messinstrument und die Erhebungstechnik erörtert. Zur Anwendung kommt das Verfahren einer Inhaltsanalyse, das vorab erläutert wird. Dargelegt wird auch die Auswahl und Definition des Untersuchungsmaterials und des Untersuchungszeitraums. Mit dem Aufbau des Kategoriensystems wird schließlich der Ablauf der Codie- rung beschrieben. Um die Untersuchung für Dritte nachvollziehbar und überprüfbar zu machen, werden sämtliche Codierregeln offengelegt. 3.1 Inhaltsanalyse Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung der Kanzler- kandidaten in Printmedien. Sie ist als Inhaltsanalyse angelegt. Inhalts- analytische Untersuchungen kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit der rapiden Entwicklung von Rundfunk, Film, Fernsehen und Presse sowie dem wachsenden Interesse an Werbung und politischer Propa- ganda auf (Jochen 2006: 17). Es handelt sich um eine Technik, die aus den Kommunikationswissenschaften stammt und zuerst in den USA Anwendung fand, heute aber zu Recht der Anspruch erhebt, der syste- matischen Auswertung unterschiedlichster Wissenschaftsbereiche dienen zu können. Sie zielt nicht nur auf den Inhalt des verbalen Materials ab, sondern kann ebenso formale Aspekte wie Sinngehalte zu ihrem Ge- genstand machen und macht so Textinterpretation methodisch umsetz- bar (Flick 2007: 400). Gegenstand der Inhaltsanalyse ist primär die Bear- beitung von Material aus Kommunikationen. Sie zählt auch zu den grundlegenden und gängigsten Methoden der empirischen Sozialfor- schung: Sie erlaubt unter anderem Stereotype nachzuweisen und als messbar darzustellen und mit diesem Ziel soll sie auch in dieser Arbeit...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.