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Interessen und Ideen in multilateralen Handelsbeziehungen

Eine Analyse der Regierungsposition Brasiliens in den DDA- und FTAA-Verhandlungen

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Ina Peters

Die Außenwirtschaftspolitik Brasiliens wird oft als ambivalent charakterisiert, so dass eine Erklärung der Ursachen interessant und notwendig erscheint. Anhand eines akteursorientierten Ansatzes erörtert die Autorin, welchen Einfluss endogene materielle Interessen und gesellschaftliche Ideen auf die Herausbildung der Regierungsposition Brasiliens in multilateralen Handelsbeziehungen haben. Am Beispiel der Doha-Entwicklungsrunde und der Gesamt-Amerikanischen Freihandelszone werden die unabhängigen Variablen einzeln und im Verhältnis zueinander untersucht. Die Analyse liefert starke Indizien dafür, dass sowohl Interessen als auch Ideen von der Regierung aufgegriffen werden, was ihren gleichberechtigten Einfluss auf die Verhandlungsposition wahrscheinlich macht.

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8 Fallstudie 2: Free Trade Area of the Americas (FTAA) 67

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Fallstudie 2: Free Trade Area of the Americas (FTAA) 67 8 Fallstudie 2: Free Trade Area of the Americas (FTAA) 8.1 Methodisches Vorgehen Das methodische Vorgehen richtet sich wie in Fallstudie 1 nach den in Kapitel 4 und 5 erarbeiteten Methoden. Es ist wichtig, dass die Evaluierung der Regie- rungsposition methodisch so durchgeführt wird, dass Rückschlüsse auf den möglichen Einfluss von Interessen sowie von Inhalts- und Prozessideen jeweils separat möglich sind. Daher werden sowohl der inhaltliche als auch der prozess- bezogene Standpunkt der Regierungsposition bestimmt. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich von April 1998 bis November 2005. Da sich die Positionen der Verbände entsprechend den geltenden Rahmen- bedingungen auch kurzfristig ändern können, werden zur Ermittlung der materi- ellen Interessen in erster Linie Dokumente aus diesem Zeitraum herangezogen. Wie die Analyse der Interessenlage der Wirtschaft in Fallstudie 1 gezeigt hat, sind die Positionen der Interessengruppen in den DDA- und FTAA-Verhandlun- gen jeweils nahezu identisch (vgl. Kapitel 7.4). Daher wird in Fallstudie 2 auf die bereits ermittelten Positionen zurückgegriffen. Für den Agrarsektor stehen aufgrund der erfolgreichen Anfrage beim CNA zusätzliche Informationen zur Verfügung, die in die Analyse einbezogen werden. Ein Prinzip des FTAA-Verhandlungsprozesses ist es, dass die Mitgliedsstaa- ten eines Integrationsbündnisses als Staatengruppe an den Verhandlungen teil- nehmen dürfen (vgl. Summit 1998: San Jose). Für diese Regelung hatte sich unter anderem Brasilien eingesetzt, das im Verband des Mercosur an den FTAA- Verhandlungen teilnimmt. Um den Einfluss der internationalen Ebene auf...

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