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Wörterbuch der Science-Fiction

Peter Schlobinski and Oliver Siebold

Prof. Dr. Peter Schlobinski ist der Konrad-Duden-Preisträger 2011.
Das Wörterbuch der Science-Fiction umfasst genrespezifische Wörter, geordnet nach den Themenbereichen Zeit und Zeitreisen, Raum und Kosmologie, Raumschiffe/Transportmittel, Waffensysteme, Roboter/Cyborgs/Androiden, Technologien, Virtuelle Welten/Künstliche Intelligenz, Kulturen, Lebensformen, Kommunikation und Sprache, Kognition/Emotion. Dem Wörterbuch liegt eine Textkorpusanalyse zugrunde, so dass neben Worterklärungen in vielen Fällen Belegstellen angeführt werden. Das Buch ist nicht nur interessant für diejenigen, die sich mit Wortbildung und Wortsemantik oder professionell mit Science-Fiction beschäftigen, sondern für alle Science-Fiction-Leser.

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Science-Fiction als Text- und Wortwelt 7

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Science-Fiction als Text- und Wortwelt Was unter Science-Fiction zu verstehen ist und welche Werke diesem Genre zuzuordnen sind, darüber herrscht in der Literaturwissenschaft Uneinigkeit. Der Begriff selbst setzt sich erst in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts durch, aber ein Datum wird als die Geburtsstunde der Science-Fiction im en- geren Sinne gesehen: April 1926. In der ersten Ausgabe der Zeitschrift Amazing Stories publiziert Hugo Gernsback ein Manifest zur „scientifiction“ und be- gründet – so auch der Titel seines Beitrags – „A New Sort of Magazine“. Die Wortkreuzung aus Science (Wissenschaft) und Fiction (lat. fictio = Einbildung, Annahme) spiegelt die konstitutiven Momente des Genres wider: literarische Verarbeitung wissenschaftlicher Sachverhalte, für Gernsback optimal im Mi- schungsverhältnis drei zu eins. Literarische Gattungen und Genres aber werden „nicht aus dem Nichts er- schaffen. Ihre Entstehung ist ein komplexer Prozess, in dem sich das neue Gen- re allmählich aus bestehenden Formen herausschält“. (Innerhofer 2008: 2) Auch wenn hier Traditionslinien über Mary Shelleys Frankenstein (1818) und Louis-Sebastièns Merciers Roman L’an 2440 (1771), Francis Bacons Nova At- lantis (1627) und Thomas Morus’ Utopia (1516) bis hin zum Prometheus- und Golem-Mythos gezogen werden können, so ist eine Fokussierung sinnvoll, und es lohnt ein Blick in die ersten Ausgaben von Amazing Stories, in denen unter anderem Geschichten von Jules Verne, H.G. Wells und Edgar Allen Poe wie- derabgedruckt wurden. Es sind Geschichten von Autoren, die Gernsback als prototypische Vertreter der Science-Fiction ansah. Und dies zu Recht! Ist Jules Verne der Autor der Überbr...

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