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Wörterbuch der Science-Fiction

Peter Schlobinski and Oliver Siebold

Prof. Dr. Peter Schlobinski ist der Konrad-Duden-Preisträger 2011.
Das Wörterbuch der Science-Fiction umfasst genrespezifische Wörter, geordnet nach den Themenbereichen Zeit und Zeitreisen, Raum und Kosmologie, Raumschiffe/Transportmittel, Waffensysteme, Roboter/Cyborgs/Androiden, Technologien, Virtuelle Welten/Künstliche Intelligenz, Kulturen, Lebensformen, Kommunikation und Sprache, Kognition/Emotion. Dem Wörterbuch liegt eine Textkorpusanalyse zugrunde, so dass neben Worterklärungen in vielen Fällen Belegstellen angeführt werden. Das Buch ist nicht nur interessant für diejenigen, die sich mit Wortbildung und Wortsemantik oder professionell mit Science-Fiction beschäftigen, sondern für alle Science-Fiction-Leser.

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Lexikon 21

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Lexikon Zeit und Zeitreisen 1895 erschien der Science-Fiction-Klassiker Die Zeitmaschine von H.G. Wells, die erste literarische Beschreibung einer mit einer Maschine geplanten und durchgeführten Zeitreise in die Zukunft. Die Maschine selbst, mit der der Pro- tagonist zunächst in das Jahr 802 701 ,fährt’, verfügt über eine Jahresuhr, deren Zeiger sich mehr oder weniger schnell bewegend den Stand der Zeitreise anzei- gen. Zehn Jahre vor den Erkenntnissen der Speziellen Relativitätstheorie wun- dert es nicht, dass diese Zeitreise physikalisch eigentlich unmöglich ist: Uhr und Zeitreisender befinden sich in demselben Bezugssystem, so dass die Uhr immer nur die Zeit des Zeitreisenden anzeigen kann und nicht jene Zeit, in der sich der Zeitreisende nach der Zeitreise wiederfindet. In diesem Falle müsste sich die Uhr mit dem zweiten Bezugssystem mitbewegen, was sie aber offen- sichtlich nicht tut. Kurzum: Die Zeitreise bei Wells widerspricht der Relativi- tätstheorie, einer der revolutionärsten und fundamentalsten Theorien in der Physik. Der Begriff der Zeit und die Möglichkeit von Zeitreisen, wie sie in der mo- dernen Science-Fiction zu finden sind, ist eng mit der Speziellen und Allgemei- nen Relativitätstheorie (Einstein) verbunden. Wurde Zeit zuvor absolut gese- hen, d.h. ‚die absolute, wahre und mathematische Zeit verfließt an sich und vermöge ihrer Natur gleichförmig und ohne Beziehung auf irgendeinen äuße- ren Gegenstand’ (Newton), so postuliert die Spezielle Relativitätstheorie dem- gegenüber, dass ein Zeitintervall zwischen zwei Ereignissen vom Bewegungszu- stand des Beobachters abhängt. Zeit...

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