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Drama des Skandals und der Angst im 20. Jahrhundert: Edward Albee, Harold Pinter, Eugène Ionesco, Jean Genet

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Mine Krause

Bis heute ist der Begriff Theater des Absurden, den Martin Esslin 1961 in seinem gleichnamigen Standardwerk prägte, umstritten. Als Ergänzung wird in dieser Arbeit die Bezeichnung Drama des Skandals und der Angst vorgeschlagen. Trotz unterschiedlicher kultureller Hintergründe beobachten Edward Albee, Harold Pinter, Eugène Ionesco und Jean Genet den gleichen Werteverfall und stellen diesen auf der Bühne zur Schau. Für den Zusammenbruch der staatlichen, familiären und religiösen Ordnung sorgen in ihren Stücken Eindringlinge, die ihre Opfer mit dem metaphysischen Skandal der freien Wahl konfrontieren. Dadurch lösen sie bei den orientierungslosen Figuren existentielle Ängste und Verdrängungsmechanismen aus. Ein Reifen am Absurden im Camus’schen Sinne wird so unmöglich.

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INHALTSVERZEICHNIS

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Einleitung ............................................................................................................................. 13 1. Zerfall der bestehenden Ordnung ..................................................................................... 31 1.1. Zusammenbruch der staatlichen Ideologien: „L’ordre du monde est si anodin que tout y est permis – ou presque tout.“ .............................................................................................. 31 1.1.1. Die Idealisten.............................................................................................................. 32 1.1.2. Die Revoltierenden ..................................................................................................... 34 1.1.3. Die Revolutionäre....................................................................................................... 40 1.2. Untergang der traditionellen „family of security“: „We’re strangers[.]“ ...................... 43 1.2.1. Revolte gegen patriarchale und matriarchale Strukturen ........................................... 44 1.2.2. Erfolgreiche Entmachtung des Familienoberhauptes ................................................. 46 1.2.3. Auflösung der Ehe: Geliebte als Begleiter bis ans Totenbett..................................... 48 1.3. Die Abwesenheit Gottes: „[C]’est un rien qui nous représenterait le mieux.“.............. 53 1.3.1. Doppelmoral: Der Sieg des Opportunismus über die Tugend.................................... 54 1.3.2. Vom Glaubenszweifel zur Blasphemie ...................................................................... 58 1.3.3. Atheismus: Der Mensch als sein eigener Gott ........................................................... 61 2. Allgegenwart des metaphysischen Skandals .................................................................... 67 2.1. Zerbröckeln der Identität: „What makes you think you exist?“ .................................... 67 2.1.1. Multiple Identität ........................................................................................................ 68 2.1.2. Versinken in der Namenlosigkeit ............................................................................... 76 2.1.3. Der Eindringling als Bedrohung für die identitätsstiftende Umgebung..................... 86 2.2. Sinnlosigkeit des Daseins in Anbetracht des allgegenwärtigen Todes: „L’existence est vaine ! A quoi bon tout, à quoi bon tout si ce n’est que pour en arriver là ?“...................... 97 2.2.1. Unfruchtbarkeit als Zeichen von Sterblichkeit........................................................... 97 2.2.2. Alter und Einsamkeit ................................................................................................ 104 2.2.3. Unausweichlichkeit des Todes ................................................................................. 112 3. Die existentielle Angst vor der freien Wahl ................................................................... 125 3.1. Angstreaktionen auf die Wahl der Identität: „And being man, we have invented choice, and have, indeed, gone further, and have catalogued the underpinnings of choice. But we do not know. Anything.“ ......................................................................................................... 125 3.1.1. Mitl...

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