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Identifizierung übernahmegeeigneter Unternehmen

Ansätze zur Erkennung von Optimierungs- und Synergiepotenzialen

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Christoph Buss

Während viele Unternehmen im Laufe der Zeit Ziel einer Übernahme werden, bewahren andere über Jahrzehnte hinweg ihre Unabhängigkeit. Die Arbeit untersucht die Fragen, welche Charakteristika Übernahmeziele aufweisen, und ob sie sich schon frühzeitig als Übernahmekandidaten identifizieren lassen. Ein erster Ansatz zielt auf die Erkennung von Unternehmen mit Optimierungspotenzialen ab, welche anhand von Kennzahlen modelliert werden. Obwohl sich in einer empirischen Untersuchung einige typische Auffälligkeiten von Übernahmezielen nachweisen lassen, reichen diese Unterschiede nicht zu ihrer Früherkennung aus. Im deutschen Kapitalmarkt sind stattdessen Synergiepotenziale wesentlicheres Übernahmemotiv. Ein zweiter in der Arbeit entwickelter Ansatz bietet auf Grundlage des Branchenlebenszyklus einen konzeptionellen Rahmen für die Identifizierung entsprechender Übernahmekandidaten.

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IV. IDENTIFIZIERUNG VON KANDIDATEN FÜR SYNERGIEMOTIVIERTE ÜBERNAHMEN 135

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Identifizierung von Kandidaten für synergiemotivierte Übernahmen 135 IV. IDENTIFIZIERUNG VON KANDIDATEN FÜR SYNERGIE- MOTIVIERTE ÜBERNAHMEN A. Modellierung synergiemotivierter Übernahmeaktivität mit Hilfe des Branchenlebenszyklus 1. Notwendigkeit einer zeit- und branchenspezifischen Betrachtung von Synergiepotenzialen Die empirischen Ergebnisse aus Kapitel III lassen darauf schließen, dass Syner- giepotenziale (als zweites wesentliches Wertsteigerungspotenzial mit positivem Einfluss auf die Übernahmeeignung) bei Übernahmeentscheidungen im deut- schen Kapitalmarkt eine wichtige Rolle spielen. Aufgrund ihrer Eigenheiten be- dürfen sie jedoch eines eigenständigen Identifizierungsansatzes. Ein direkter Abgleich zwischen am Markt befindlichen möglichen Zielunternehmen und den abgeleiteten Charakteristika (wie bei den Optimierungspotenzialen vorgeschla- gen) erscheint hier aus zwei Gründen als problematisch. Zum einen ergeben sich Synergiepotenziale nur aus einer Verbindung von Ziel- und Käuferunternehmen; entsprechende Charakteristika, die ein Käufer in einem möglichen Zielunternehmens sucht, sind nur in Kombination mit einzu- bringenden „passenden“ Ressourcen wertsteigernd.474 Ein mögliches Zielunter- nehmen ist damit immer nur für einen oder mehrere bestimmte Käufer ein Über- nahmekandidat. Synergiepotenziale sind folglich viel stärker subjektiver Natur als Optimierungspotenziale. Insofern bedarf es für einen Abgleich zwischen Charakteristika und Unternehmen nicht lediglich einer Betrachtung einer Grup- pe möglicher Zielunternehmen, sondern stattdessen einer Betrachtung aller mög- lichen Kombinationen von Ziel- und Käuferunternehmen. Die daraus entstehen- de Komplexität der erforderlichen Analysen erschwert die Konzipierung eines Identifizierungsansatzes. Existierende Studien zum Identifizieren von Übernah- mekandidaten (ausschließlich statistische Ansätze auf Kennzahlenbasis) bezie- hen keine Charakteristika der zugehörigen Käuferunternehmen ein; gerade dies kann...

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