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Motivstrukturen von Lehrerinnen und Lehrern in Innovations- und Transferkontexten

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Rico Emmrich

Vor dem Hintergrund der bisher eher strukturell orientierten schulischen Innovations- und Transferforschung wird mit dieser Arbeit der Blick auf motivationsrelevante personale Merkmale von Lehrkräften in Innovations- und Transferkontexten gerichtet und nach zugrunde liegenden Mustern gefahndet. Zu den untersuchten Merkmalen zählen innovationsbezogene Selbstwirksamkeitserwartungen, Motivationsqualitäten und Kausalitätsorientierungen der Selbstbestimmungstheorie sowie motivationale Zielorientierungen in Lern- und Leistungskontexten. Die Einzelbefunde werden auf der Grundlage Latenter Klassenanalysen (LCA) zu Motivprofilen verdichtet. Die drei beschriebenen Motivprofile der «passiven Vermeider», «Selbstbestimmten» und «Leistungsorientierten» werden in Hinblick auf ihre Bedeutung für die schulische Innovations- und Transferforschung und die Implementation von Innovationen diskutiert.

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2 FORSCHUNGSLEITENDE KONSTRUKTE

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2.1 Vorbemerkung Die Auswahl der im empirischen Teil erhobenen Merkmale folgte zwei Gedan- kensträngen: einer motivationstheoretischen Verortung und einer gegenstand- sbezogenen Angemessenheit (vgl. Abb. 5). Den motivationstheoretischen Orientierungsrahmen bildet das um die Anreize- bene erweiterte kognitive Motivationsmodell (Rheinberg 1989). Die für die For- schung relevanten motivationsbezogenen personalen Merkmale lassen sich demzufolge auf zwei Ebenen verorten: auf der Erwartungs- und der Anreizebe- ne. Will man Motivationen nachzeichnen bzw. diagnostizieren, empfiehlt es sich, anreizseitig Fragen nach der Verortung des Motivationsursprungs, den mo- tivationalen Orientierungen und allgemeinen Motiven zu stellen. Erwartungssei- tig interessieren die spezifischen kognitiven Erwartungsmuster hinsichtlich ver- schiedener Handlungsepisoden (Rheinberg 2004b). Dieser motivationstheoreti- sche Zugang liefert somit die Ebenen, auf denen nach relevanten Konstrukten zu suchen ist. Zunächst wurde über eine systematische Literaturrecherche ein Pool prinzipiell relevanter Konstrukte erstellt. Anschließend wurden aus diesem Pool jene Konstrukte gewählt, welche mit Blick auf die Beantwortung der For- schungsfrage am vielversprechendsten erschienen. Der Konstruktauswahl lagen folgende Kriterien zugrunde: Angemessenheit bezüglich der Forschungsfragestellung und des Forschungsgegenstandes: Berücksichtigt wurden Konstrukte, welche motivationsrelevante personale Merkmale abbilden und starke Be- züge zu Innovationskontexten aufweisen. Insbesondere wurde nach diesen Konstrukten im Kontext der Schulentwicklungs- und Modellversuchsfor- schung sowie im Rahmen organisationspsychologischer Forschung ge- fahndet. Angemessene empirische Handhabbarkeit und Güte: Es galt, aus- reichend valide und reliable Instrumente zu finden, welche in ihrer Form Erweitertes kognitives Motivationsmodell Anreiz Erwartungen Forschungsfrage & For- schungsgegenstand Innovation & Transfer Person Motivation Abbildung 5: Schematische Darstellung der Konstruktauswahl Relevante theoretische Konstrukte 54 auf den Untersuchungsgegenstand anwendbar erschienen...

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