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Prognoseberichterstattung

Praxis, Determinanten und Kapitalmarktwirkungen bei deutschen börsennotierten Unternehmen

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Daniela Barth

Die Arbeit wurde mit dem Dr. Andreas Dombret Promotionspreis 2009 der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster ausgezeichnet.
Der steigende Informationsbedarf an Prognosen seitens der Berichtsadressaten war Anlass verschiedener Reformmaßnahmen, welche den Lagebericht zu einem zukunftsorientierten Berichtsinstrument ausgebaut haben. In dieser Studie wird der Frage nachgegangen, wie sich die Prognoseberichterstattung im Lagebericht entwickelt hat, durch welche Bestimmungsfaktoren die Berichtspraxis determiniert wird und welche Kapitalmarktreaktionen mit der Veröffentlichung von Prognosen einhergehen. Die Befunde liefern umfassende Einblicke in die Prognosepublizität und deren Kapitalmarktwirkungen unter Berücksichtigung aktueller Rechnungslegungsanforderungen.

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1 Einleitung 1

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.1 Problemstellung und Zielsetzung Der Lagebericht hat als Ergänzung und Erläuterung des vergangenheitsorientierten Jah- resabschlusses in Deutschland eine lange Tradition. Während die Angaben zu Geschäft und Rahmenbedingungen sowie zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage die Jahresab- schlussdaten des abgelaufenen Geschäftsjahres erläutern, kommt dem Nachtrags-, Risiko- und Prognosebericht eine Ergänzungsfunktion in zeitlicher Hinsicht zu.1 Der Prognose- bericht erlangte dabei in den letzten Jahren bei den Berichtsadressaten zunehmende Auf- merksamkeit. So zeigen empirische Studien, dass die Informationswünsche der Investoren und übrigen Stakeholder mehr und mehr auf eine zukunftsorientierte Berichterstattung über das künftige Unternehmensgeschehen abzielen. Zur Identifikation der Informations- anforderungen führte bspw. das AICPA die bis heute umfassendste empirische Untersu- chung mit dem Titel „Improving Business Reporting“ durch, um darauf aufbauend Vor- schläge zur Reform der Unternehmensberichterstattung zu präsentieren. Hinsichtlich zu- kunftsgerichteter Informationen waren es insbesondere die Angaben über erwartete Chan- cen und Risiken (opportunities and risks) sowie über die künftigen Pläne des Manage- ments (management’s plans for the future), welchen eine hohe Entscheidungsrelevanz von den befragten Investoren und Gläubigern zugesprochen wurde.2 Auch Studien für den deutschsprachigen Raum bestätigen das zunehmende Interesse an einer zukunfts- orientierten Berichterstattung seitens der Investoren, Finanzanalysten und Gläubiger.3 Angesichts der steigenden Relevanz zukunftsorientierter Informationen, ist in den letzten Jahren ein stetiger Prozess der Weiterentwicklung des Lageberichts zu beobachten gewe- sen. Wurde dem Gesetzgeber in der Vergangenheit häufig die „stiefmütterliche Behand- lung“4 des Lageberichts zur Last gelegt, erfuhr...

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