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Prognoseberichterstattung

Praxis, Determinanten und Kapitalmarktwirkungen bei deutschen börsennotierten Unternehmen

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Daniela Barth

Die Arbeit wurde mit dem Dr. Andreas Dombret Promotionspreis 2009 der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster ausgezeichnet.
Der steigende Informationsbedarf an Prognosen seitens der Berichtsadressaten war Anlass verschiedener Reformmaßnahmen, welche den Lagebericht zu einem zukunftsorientierten Berichtsinstrument ausgebaut haben. In dieser Studie wird der Frage nachgegangen, wie sich die Prognoseberichterstattung im Lagebericht entwickelt hat, durch welche Bestimmungsfaktoren die Berichtspraxis determiniert wird und welche Kapitalmarktreaktionen mit der Veröffentlichung von Prognosen einhergehen. Die Befunde liefern umfassende Einblicke in die Prognosepublizität und deren Kapitalmarktwirkungen unter Berücksichtigung aktueller Rechnungslegungsanforderungen.

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2 Konzeptionelle Grundlegung 13

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Konzeptionelle Grundlegung 13 2 Konzeptionelle Grundlegung 2.1 Terminologische Grundlagen zur Prognoseberichterstattung In diesem Kapitel werden erforderliche Definitionen und begriffliche Grundlagen hin- sichtlich des Untersuchungsgegenstandes der Prognosepublizität vermittelt, um einerseits ein einheitliches Verständnis der in dieser Arbeit verwendeten Begriffe zu erreichen und andererseits den Grundstein für die empirische Untersuchung zu legen. 2.1.1 Definition und Abgrenzung des Prognosebegriffs Der Begriff der Prognose lässt sich aus dem griechischen Wort „prognosis“ ableiten, was übersetzt soviel wie Vorherwissen bedeutet. Ursprünglich stammt der Begriff aus der me- dizinischen Terminologie, hat aber in der Wirtschaftswissenschaft einen festen Platz ein- genommen.49 Erste Prognoseansätze finden sich in Form von numerischen Wirtschafts- prognosen gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts bei der Beschreibung und Vorher- sage von Konjunkturverläufen.50 Im Mittelpunkt der zukunftsbezogenen Forschung stan- den somit zunächst konjunkturelle Bewegungen.51 Im Gegensatz zu astronomischen oder meteorologischen Prognosen beziehen sich Wirtschaftsprognosen auf die Vorhersage des zukünftigen Wertes einer ökonomischen Variablen oder eines Systems von Variablen.52 Der Begriff der Wirtschaftsprognose stellt dabei einen Oberbegriff für volkswirtschaftlich ausgerichtete Prognosen dar, der sich auf die Vorhersage gesamtwirtschaftlicher Größen bezieht.53 Je nach Untersuchungsgegenstand sind Konjunktur-, Wachstums-, Bevölke- rungs-, Beschäftigungs- und Strukturprognosen zu unterscheiden.54 In der Betriebswirtschaftslehre unterstützen Prognosen den Planungs- und Entschei- dungsprozess im Unternehmen.55 Dabei bilden Prognosen die Verbindung zwischen den gemachten betrieblichen Erfahrungen in der Vergangenheit und den zukunftsbezogenen Überlegungen der Planung und Entscheidung. Hierzu zählen bspw. Absatzprognosen, die sich auf die zukünftige betriebliche (unternehmerische) Entwicklung beziehen.56 Der Be- griff...

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