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Prognoseberichterstattung

Praxis, Determinanten und Kapitalmarktwirkungen bei deutschen börsennotierten Unternehmen

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Daniela Barth

Die Arbeit wurde mit dem Dr. Andreas Dombret Promotionspreis 2009 der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster ausgezeichnet.
Der steigende Informationsbedarf an Prognosen seitens der Berichtsadressaten war Anlass verschiedener Reformmaßnahmen, welche den Lagebericht zu einem zukunftsorientierten Berichtsinstrument ausgebaut haben. In dieser Studie wird der Frage nachgegangen, wie sich die Prognoseberichterstattung im Lagebericht entwickelt hat, durch welche Bestimmungsfaktoren die Berichtspraxis determiniert wird und welche Kapitalmarktreaktionen mit der Veröffentlichung von Prognosen einhergehen. Die Befunde liefern umfassende Einblicke in die Prognosepublizität und deren Kapitalmarktwirkungen unter Berücksichtigung aktueller Rechnungslegungsanforderungen.

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7 Schlussbetrachtung 227

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Schlussbetrachtung 227 7 Schlussbetrachtung 7.1 Zusammenfassung der Ergebnisse Mit den folgenden Ausführungen wird diese Arbeit abgeschlossen. Dabei werden zunächst die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung zusammengefasst sowie der Erkenntnis- fortschritt aufgezeigt (Kap. 7.1), bevor abschließend ein Ausblick auf zukünftige For- schungsprogramme sowie den Entwicklungsprozess der Prognoseberichterstattung gege- ben wird (Kap. 7.2). In den letzten Jahren waren zunehmende Reformmaßnahmen zu beobachten, welche den Lagebericht zu einem zukunftsorientierten Berichtsinstrument ausbauen sollten. Ursäch- lich dafür war u.a. der steigende Informationsbedarf an zukunftsbezogenen Aussagen über die voraussichtliche Unternehmensentwicklung seitens der Berichtsadressaten. Mit Verab- schiedung des BilReG im Jahr 2004 änderte der deutsche Gesetzgeber die Vorschriften zur Prognosepublizität im jährlichen Lagebericht in den §§ 289 bzw. 315 HGB. Ferner wurden die Berichtsanforderungen zur Prognosepublizität durch den vom DSR im glei- chen Jahr verabschiedeten DRS 15 weiter konkretisiert. Im Kapitalmarktrecht ist im Zuge des TUG der Lagebericht, und damit auch die Prognosepublizität, Pflichtbestandteil der Jahresfinanzberichterstattung geworden (§ 37v WpHG). Ferner wurde ein Zwischenlage- bericht auch in die unterjährige Finanzberichterstattung eingeführt (§ 37w WpHG). Ent- sprechende Regelungen und Empfehlungen zur Ausgestaltung eines Zwischenlageberichts finden sich in dem vom DSR im Jahr 2008 verabschiedeten DSR 16. Mit Veröffentli- chung des DP MC sind auch auf supranationaler Ebene die Managementberichterstat- tung und die darin enthaltenen zukunftsorientierten Angaben in den Fokus der aktuellen Diskussionen gerückt. Da diesem Themengebiet eine große Aktualität zukommt und der gegenwärtige Stand der empirischen Forschung ein beträchtliches Defizit in diesem Bereich...

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