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Externe und interne Beobachtungen und Aussagen zur Erziehung in einem geschlossenen religiösen System am Beispiel der Zeugen Jehovas

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Sarah Pohl

Diese Studie analysiert am Beispiel der Zeugen Jehovas Chancen und Risiken weltanschaulicher Erziehung in geschlossenen religiösen Gruppierungen. Im Mittelpunkt steht eine qualitative Inhaltsanalyse von Texten der Zeugen Jehovas zum Thema Erziehung. Dabei werden Diskrepanzen zwischen Innen- und Außendarstellung herausgearbeitet. Einblick in die Erziehungsrealität bieten Interviews mit den Zeugen Jehovas angehörigen Eltern und eine Internetbefragung von jungen Aussteigern. Die Studie wird ergänzt durch Informationen zum Umgang mit Kindern aus geschlossenen religiösen Gruppierungen in der Schule.

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Vorwort der Herausgeber 13

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Vorwort der Herausgeber Aufgabe dieser Studie ist es, die zahlreichen Facetten der Erziehungsarbeit in der Gemeinschaft der „Zeugen Jehovas“ zu systematisieren, darzustellen und im Hinblick auf mögliches Konfliktpotential mit dem bundesdeutschen Bildungs- system zu analysieren. Kämpfen doch die Zeugen Jehovas seit einiger Zeit um die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Hier geht es vor allem um die Wertung der religiösen Bildungsinhalte einer weltanschaulich pro- filierten Glaubensgemeinschaft. Dabei steht u.a. die Gottesbildvermittlung, die religiöse Autorität der Eltern, der Umgang mit Ängsten und Endzeitvorstellun- gen, religiöse Moral und biblische Lebensprinzipien, das Verhältnis zu anderen Religionen und zu staatlichen Normen auf dem Prüfstand. Inwiefern sind Frei- räume, ist Eigenentscheidung möglich? Gibt es eine gemeinsame Basis auf dem aktuellen Stand gesellschaftlich anerkannter Erziehungsziele und –Wege? Frau Pohl führt Arbeiten wie die von Bergmann (1992), Eimuth (1996), Singelenberg (1997) und Besier (2003) weiter und korrigiert sie in entscheidenden Punkten. Durch sorgfältige Analyse authentischer Quellen kann sie zeigen, dass sich in den vergangenen Jahren das Erziehungsbild der Zeugen Jehovas entwickelt und „modernisiert“ hat, dass es sich dabei aber vor allem um symptomatische Ände- rungen und notwendige Minimalanpassungen handelt, hinter denen der Wunsch steht, die Glaubens- und Lebenshomogenität der Gruppe in pluraler Zeit zu er- halten. Frau Pohl orientiert sich einerseits an einschlägigen Publikationen, die sich seitens der Zeugen Jehovas werbend und informierend an Außenstehende wen- den, und andererseits an den Veröffentlichungen für den inneren Kreis der Glau-...

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