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Bach – musikpädagogisch betrachtet

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Suzanne Cornelia van Kempen

Im Gegensatz zu anderen Publikationen wird J. S. Bach in dieser Veröffentlichung «musikpädagogisch betrachtet». Einerseits werden die biografischen Aspekte in Bachs Leben beleuchtet, andererseits wird untersucht, welche musikpädagogischen Aspekte im Werk Bachs in der heutigen Musikpraxis fruchtbar eingesetzt werden können. Dazu werden ausgewählte Lehrwerke, Zeitschriftenartikel, Multimedien sowie außerschulische Musikveranstaltungen wie Kinder- und Familienkonzerte u. ä. in einem nach der BWV-Ordnung erstellten Verzeichnis vorgestellt. Diese vielumfassenden Informationen zu Bach können für die Schulpraxis sowie in der allgemeinen Musikvermittlung herangezogen werden, um unterschiedlichen Musikliebhabern im 21. Jahrhundert eine Nähe zu dem oft «fernen Bach» zu ermöglichen.

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Geleitwort

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Als die Verfasserin dieses Buches auf Empfehlung von Udo Schlaak, einem mei- ner guten Bekannten aus gemeinsamen Jugendjahren, einen ersten Sprechstunden- termin im Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wahrnahm, berichtete sie mir von ihrer großen Liebe zur Musik Johann Sebastian Bachs. Dessen Leben und Schaffen, erzählte sie, nehme in ihrer pädagogischen Arbeit einen hohen Stellenwert ein. So brachte sie denn das Gespräch bald auf den Punkt: Es sei ihr Herzenswunsch, ihre diesbe- züglichen schulischen Erfahrungen zur Grundlage einer Dissertation zu machen, und fragte, ob ich sie als Doktorandin annehmen würde. Eine Einigung war relativ schnell erreicht, zumal mich das Thema in gewisser Wei- se autobiographisch berührte. Denn nach Ausbombungen in Wuppertal, München und Lengenfeld (Vogtland) war ich sechsjährig nach Kriegsende ins sächsische Werdau verschlagen worden. Von hier war es kein weiter Weg zu Verwandten nach Leipzig, so vornehmlich zu einer Tante, deren im Krieg gefallener Mann einer der Küster der Thomaskirche war. Meine Eltern liebten Bachs Musik, mein Vater als Pianist und Organist besonders – keine Frage, dass wir häufig die „Motetten“ des Thomanerchores unter Günther Ramin besuchten und in mir alsbald der Wunsch erwachte, Sänger in diesem hervorragenden Chor zu werden. Wäre ich auch, wenn nicht mein Vater im Bach-Jahr 1950 die Chance bekommen hätte, legal ins heimat- liche Wuppertal zurückzukehren und wieder eine Existenz aufzubauen. In besonderer Weise lag mir also die Betreuung...

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