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Infrastrukturinvestitionen

Profil einer neuen Anlageklasse in Theorie und Praxis

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Manfred Heid

Infrastrukturinvestitionen haben sich zu einer eigenständigen, alternativen Anlageklasse entwickelt. Infrastrukturanlagen sind in den Industrieländern veraltet und die Schwellenländer müssen neue Anlagen aufbauen. Wegen des steigenden Interesses an kalkulierbaren Einkünften investieren vermehrt private Anleger. Global zeigt sich allerdings ein noch geringes Verständnis der Performancecharakteristika. Diese Arbeit verfolgt das Ziel, eine Grundlage für eine Investition zu bieten. Die Abgrenzung der Anlageklasse wird aufgezeigt, der Investitionsbedarf wird untersucht und interessante Sektoren und Regionen herausgestellt. Zentraler Bestandteil ist die Performanceanalyse, die eine erhöhte Effizienz bei der Allokation von Infrastrukturwerten in ein diversifiziertes Portfolio nachweist.

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1 Entwicklung von Infrastrukturinvestitionen als Anlageklasse

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Weltweit werden Staaten mit steigenden Kosten für Infrastruktureinrichtungen konfrontiert.1 Die Anlagen sind insbesondere in den Industrieländern veraltet und müssen modernisiert oder erneuert werden. Neben zunehmender Größe und Komplexität der Anlagen, steigen auch die Kosten für Arbeitskräfte und das benötigte Material. Nicht zuletzt müssen viele Anlagen den neuen technischen Entwicklungen angepasst werden, damit die Staaten im internationalen Wett- bewerb konkurrenzfähig bleiben.2 Die wirtschaftliche Dynamik in den Entwicklungs- und Schwellenländern (im folgenden nur noch Entwicklungsländer), wie z.B. China, Indien und Brasilien, stellt diese vor die Herausforderung, neue Infrastruktur zu erschließen, um die Wachstumsmetropolen mit Straßen und öffentlichen Verkehrsmitteln zu verbinden und den Bedürfnissen der höheren Bevölkerungsdichte gerecht zu werden.3 Bei steigendem Bedarf sind die staatlichen Budgets jedoch stark angespannt und lassen nur wenig Spielraum um den Erfordernissen zu genügen.4 Um dem Budgetdruck standzuhalten und die Risiken der Infrastrukturprojekte zu teilen, betrachten viele Regierungen die Beteiligung privater (nicht-staatlicher) Inves- toren als Alternative bei der Finanzierung der Infrastruktur.5 Aufgrund dessen haben viele Regierungen in den letzten Jahren die Notwendigkeit erkannt, den Privatisierungsprozess voranzutreiben und Regulierungen für die Beteiligung nicht-staatlicher Investoren an der Infrastruktur zu schaffen.6 Wegen des stei- genden Interesses an kalkulierbaren, regelmäßigen Einkünften, die Infrastruk- turinvestitionen charakterisieren, investierten in den letzten Jahren vermehrt nicht-staatliche Anleger in die Infrastruktur.7 Beeinflusst durch die inter- nationale Finanzkrise könnte diese Entwicklung an Attraktivität gewinnen.8 So wurden eine Reihe von Investitionsmöglichkeiten entwickelt, die direkte...

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