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Ökonomik des Handels mit Umweltrechten

Umweltökonomische Grundlagen, Instrumente und Wirkungen – insbesondere in der EU

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Barbara Lueg

Die Menge an Treibhausgasemissionen ist in den letzten 150 Jahren stark gestiegen, wobei deutlich ist, dass die anthropogen verursachten Einflüsse eine wichtige Rolle spielen. Eine Annäherung an «die Umwelt» aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht zeigt u. a., dass durch das Auseinanderfallen der privaten und sozialen Kosten bei negativen externen Effekten umweltbelastende Güter in zu großem Maß eingesetzt werden. Es kommt auf diese Weise zu einer Fehlallokation am Markt. Aus theoretischer Sicht stehen mehrere Instrumente zur Verfügung, um externe Effekte zu internalisieren. In der Arbeit werden sieben dieser Instrumente ausgewählt und hinsichtlich ihrer ökologischen Effektivität und ökonomischen Effizienz überprüft. Das Instrument «Emissionshandel» erfüllt beide Kriterien. Diese Arbeit entwickelt ferner eine optimale Ausgestaltung des europäischen Emissionshandelssystems. Dabei werden neben rein theoretischen Überlegungen auch die politischen Seiten des Umweltschutzes beachtet.

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1. Einleitung 17

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1. Einleitung 1.1 Einführung Der Klimawandel steht – wie nur wenige andere Themen – erst seit einigen Jahren im Zen- trum vieler Diskussionen. In den Medien wird das Thema zugespitzt auf die Klimakatastro- phe. Der sich abzeichnende fundamentale Wandel ist noch nicht allzu lange Spitzenthema. Die Gefahr besteht, dass das Problem Klimawandel im Sinne einer Themenkonjunktur an Bedeutung verliert, wenn etwa die Arbeitslosigkeit massiv steigt. Zu hinterfragen ist also, ob bzw. inwieweit das Krisenbewusstsein und damit auch das mediale Interesse so wirkt, dass die Menschen und die Politik weltweit den Schutz des Klimas und damit den gesamten Umwelt- schutz ernsthaft und nachhaltig betreiben. Schon seit Beginn der Industrialisierung1 wird über eine Veränderung des Klimas durch die Wirtschaftsweise diskutiert.2 Doch erst knapp 100 Jahre später hat die internationale Staaten- gemeinschaft, wohl unter anderen wegen des wachsenden Problemdrucks, eine Rahmenkon- vention3 über die Klimaveränderung herausgegeben.4 Auch wenn der so genannte „Treibhausef- fekt“ kontrovers diskutiert wird, liegen heute messbare Auswirkungen vor, die mit den er- rechneten Prognosen verschiedener Institute den wachsenden „Treibhauseffekt“ bestätigen.5 Unklar ist allerdings, wie hoch der Anteil des natürlichen Klimawandels bzw. wie hoch der Beitrag des Menschen (anthropogen induziert) ausfällt.6 Jedoch sind auch zahlreiche Vertreter des Ansatzes eines natürlichen Klimawandels der Meinung, dass Umweltschutz notwendig ist, da die Folgen der Klimaveränderung zu großen Belastungen für die gesamte Menschheit führen. Die Auswirkungen wären auf der ganzen Welt zu spüren, auch wenn manche Regionen 1 Schon der schwedische Chemiker Svante...

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