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Karl Konrad Werner Wedemeyer (1870-1934)

Ein Juristen- und Gelehrtenleben in drei Reichen- Eine Biographie

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Dirk Henning Hofer

Das Buch beschreibt Leben und Wirken des Karl Konrad Werner Wedemeyer, Professor für Römisches, Bürgerliches, Arbeits- und Zivilprozessrecht im Kaiserreich, der Weimarer Republik und sein Schicksal im Dritten Reich. Einbezogen wird die Zeitgeschichte, insbesondere die Geschichte der Universität Kiel und deren juristischen Fakultät und ihres Lehrkörpers. Dazu ergeben sich interessante Einblicke aus dem Schriftwechsel mit Gustav Radbruch, Walter Jellinek und Hermann Kantorowicz zur Zeitgeschichte und der Situation der Universität und der Fakultät in der jeweiligen Zeit. Dargestellt wird das Schicksal eines kaisertreuen Preußen, der sich nach dem Zusammenbruch der Monarchie für die Weimarer Republik einsetzt und im Dritten Reich scheitert.

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I. Kaiserreich 1871 bis 1918

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1 Kindheit und Schulzeit von 1870 bis 1891 Am 17. September 1870 wurde Wedemeyer als einziger Sohn des Ober- gerichtsanwalts Dr. jur. Georg Carl Haimar Wedemeyer, geboren in Lüchow am 23. Oktober 1839, und dessen Ehefrau Catharine Marie Eli- sabeth Wedemeyer, geborene Windel, geboren am 07. Oktober 1848 in Dannenberg, beide verheiratet seit 18692, in Hameln, seit 1866 König- reich Preußen, geboren3, wo die Familie in der Osterstraße 14 wohnte4. Am 17. Oktober 1870 wurde er in der Kirchengemeinde (Parochie) St.Nikolai von Pastor Grütter getauft. Seine Taufzeugen waren Senator Carl Wilhelm Albrecht Windel, Oberappellationsrat a.D. Conrad Georg Ludwig Wedemeyer und Landwirt Werner Conrad Dietrich Wedemeyer5, Familienmitglieder beider Elternfamilien. Wedemeyer entstammte einem alten hannoverschen Geschlecht und zwar einer der so genannten „hübschen Familien“. In dem 1692 errichte- ten Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg residierte der Landesherr seit 1714 als König von England und die Regierung in Hannover lag in den Händen eines Kollegiums adliger geheimer Räte, die sich auf eine tüchti- ge bürgerliche Beamtenschaft stützen konnten. Der kleine Kreis der so genannten „hübschen Familien“, denen sie größtenteils entstammten, hat man geradezu als ein Staatspatriziat bezeichnet6. Die dazu gehörenden Vorfahren Wedemeyers nannten sich Burgvogt von Eldagsen. Das Rit- tergut dieses Namens, am Deister gelegen, ist noch heute im Eigentum eines adligen Zweiges der Familie Wedemeyer7. Im Jahre 1564 und 1582 belehnte Herzog Erich der Jüngere den „Ehrbaren und Wolgelarten, un- seren Groß Vogt, Rath und lieben Getreuen...

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