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Das Juditbuch im Wien des 17. und 18. Jahrhunderts

Exegese – Predigt – Musik – Theater – Bildende Kunst

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Elisabeth Birnbaum

Die Studie erschließt aus umfangreichem Quellenmaterial des 17. und 18. Jahrhunderts bibelwissenschaftliche und künstlerische Interpretationen des Juditbuches im historischen und kulturellen Umfeld Wiens. Sie klärt unter anderem den Zusammenhang der besonderen Beliebtheit des Juditbuches mit den zahlreichen kriegs- und seuchenbedingten Notsituationen der Stadt. Ebenso wird die Verbindung zwischen der einseitig tugendhaften Stilisierung Judits und der Thronbesteigung Maria Theresias verdeutlicht. Die Veröffentlichung dreier bislang ungedruckter Oratorienlibretti rundet den Band ab.

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Vulgata und Septuaginta 21

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Vulgata und Septuaginta Vulgata Geschichte der Vulgata Die lateinische Bibelübersetzung des Hieronymus, die wegen ihrer Popularität und weiten Verbreitung ca. ab dem 13. Jahrhundert „Vulgata“ („die Allgemei- ne“) genannt wurde, entstand ab 383 n. Chr. im Auftrag Papst Damasius’ I. Ur- sprünglich war jedoch nur an eine Revision und Vereinheitlichung der altlateini- schen Texte gedacht. Nötig geworden war die Unternehmung wegen der großen Zahl an divergenten lateinischen Übersetzungen, die zu dieser Zeit kursierten und eine einheitliche Schriftlesung oder eine bibelgestützte dogmatische Diskus- sion erschwerten. In Italien gab es zwar eine lateinische Bibelübersetzung (frü- her „Itala“ genannt), die sich durchgesetzt hatte, aber auch diese war durch zahl- reiche Überarbeitungen und Hinzufügungen verzerrt worden.12 Vorlage für die- se wie auch für die anderen altlateinischen Übersetzungen war die griechische Septuaginta, die ja ihrerseits großteils eine Übersetzung aus dem Hebräischen darstellt. Hieronymus revidierte zunächst die Evangelien, die häufig in entstellter Form vorlagen und teilweise auch untereinander vermengt worden waren.13 (Die übrigen neutestamentlichen Schriften wurden von anonymen Bearbeitern in Hie- ronymus’ Namen „in besseres Latein gebracht“)14 Danach erfolgte eine Revisi- on des Psalters, die allerdings nicht, wie lange Zeit angenommen wurde, mit dem so genannten „Psalterium Romanum“ identisch ist.15 Später verfasste Hie- ronymus jedoch eine zweite Revision des Psalmenbuches, die zunächst in Gal- lien verwendet wurde und daher den Namen „Psalterium Gallicanum“ erhielt. Auch die Bücher Ijob, Sprichwörter, Chronik, u. a. wurden von ihm kritisch...

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