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Das Juditbuch im Wien des 17. und 18. Jahrhunderts

Exegese – Predigt – Musik – Theater – Bildende Kunst

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Elisabeth Birnbaum

Die Studie erschließt aus umfangreichem Quellenmaterial des 17. und 18. Jahrhunderts bibelwissenschaftliche und künstlerische Interpretationen des Juditbuches im historischen und kulturellen Umfeld Wiens. Sie klärt unter anderem den Zusammenhang der besonderen Beliebtheit des Juditbuches mit den zahlreichen kriegs- und seuchenbedingten Notsituationen der Stadt. Ebenso wird die Verbindung zwischen der einseitig tugendhaften Stilisierung Judits und der Thronbesteigung Maria Theresias verdeutlicht. Die Veröffentlichung dreier bislang ungedruckter Oratorienlibretti rundet den Band ab.

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Judit in der bildenden Kunst 265

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Judit in der bildenden Kunst Vorbemerkungen Italien: Wiege des Barock In Italien entwickelte sich der Barockstil nach dem Tridentinum sehr rasch und erreichte, ausgehend von der Architektur, auch in Malerei und Skulptur noch vor 1600 erste Höhepunkte. Erstes kulturelles Zentrum des Barock war Rom. Zahl- reiche Aufträge und großzügige Auftraggeber lockten Maler aus ganz Europa hierher, die hier den italienischen Barockstil studierten und später in ihrer Hei- mat verbreiteten. Führende Vertreter der Malerei im Frühbarock waren Künstler wie Annibale und Agostino Carracci, Orazio und Artemisia Gentileschi und auch einer der bedeutendsten Maler seiner Zeit, Michelangelo da Caravaggio (1573-1610). Caravaggios Werke beeinflussten Maler in ganz Europa, noch lan- ge nachdem sein Stil des naturalistischen Barock in Rom selbst an Bedeutung verloren hatte. Auch Peter Paul Rubens (1577-1640), der wichtigste Vertreter und gleichsam Inbegriff der flämischen Barockmalerei, nahm sich anfangs Ca- ravaggio zum Vorbild, bevor er seinen spezifischen Stil entwickelte und seiner- seits die europäischen Maler beeinflusste. Von Rom aus entwickelte sich der Barockstil mit je unterschiedlichen Aus- prägungen in ganz Europa, in den Niederlanden, in Spanien, Frankreich, Eng- land und schließlich auch in Deutschland und Österreich. Österreich: Verspätete Blütezeit In Österreich gelangte der Barock erst am Ende des 17. Jahrhunderts zu seiner Blüte. Die Kriegswirren des Dreißigjährigen Krieges und die Türkenbedrohung hatten die Entwicklung in der Kunst verzögert. Man rezipierte zwar auch hier die italienische und flämische Kunst, fand aber erst...

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