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Das Berufsvorbereitungsjahr als Übergang von der Schule zum Beruf

Eine Längsschnittuntersuchung zum Verbleib eines Absolventenjahrgangs und zur Wirksamkeit des Berufsvorbereitungsjahres

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Tanja Alexandra Erban

Gegenstand der Untersuchung sind die Absolventen eines Jahrganges des Berufsvorbereitungsjahres einer Berufsschule in München. Eine deskriptive Bestandsaufnahme erfasst die Zusammensetzung der Zielgruppe und hält den Verbleib am Ende des Schuljahres fest. Im Fokus steht der Karriereverlauf der BVJ-Absolventen, die direkt im Anschluss an das Berufsvorbereitungsjahr eine Ausbildung begonnen haben. Ergänzt wird die explorative Untersuchung durch vertiefende Fallstudien und gibt Aufschluss über die Schwierigkeiten in Schule und Betrieb. Die Zusammenschau der Ergebnisse zeigt, dass einem Drittel dieser BVJ-Absolventen der erfolgreiche Berufsabschluss innerhalb von 3 ½ Jahren geglückt ist. Ein weiteres in Ausbildung verbleibendes Drittel lässt ebenfalls einen erfolgreichen Abschluss erwarten. Insgesamt wird deutlich, dass Jugendliche in benachteiligenden Lebenslagen mehr Zeit für die Ausbildung benötigen und sie intensiver betreut werden müssen.

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5. Fragestellungen der Untersuchung 119

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5 Fragestellungen der Untersuchung 119 5. Fragestellungen der Untersuchung Wie aus dem kurzen historischen Abriss in Kapitel 1 und den Ausführungen zum „Stand der Forschung“ in Kapitel 4 zu ersehen ist, besteht aus berufspädagogischer Sicht eine wesentli- che Benachteiligung der Jugendlichen bereits in der Negierung der Klientel. In der Schulpra- xis stehen Jugendliche ohne Ausbildungsplatz in der Hierarchie an den Berufschulen häufig an unterster Stelle. Das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Untersuchung bezieht sich zum einen auf eine eingehende Deskription der Schülerklientel des Berufsvorbereitungsjahres. Zum anderen erfolgt die Beurteilung der Wirksamkeit des Berufsvorbereitungsjahres aus Sicht der Absolventen, denen die Einmündung in ein Berufsausbildungsverhältnis im An- schluss an die vollzeitschulische Fördermaßnahme gelungen ist. Darüber hinaus wird der Verbleib und Karriereverlauf dieser Absolventen über den Zeitraum einer regulären Be- rufsausbildung dokumentiert. So betrachtet Untersuchungsschwerpunkt 1 der vorliegenden Arbeit die Zusammensetzung eines Jahrgangs des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) an der Berufsschule zur Berufsvorberei- tung am Bogenhauser Kirchplatz in München, bei dem im Untersuchungszeitraum 169 Schü- ler erfasst worden sind. Halbstandardisierte persönliche Interviews am Ende des Schuljahres untersuchen, welche Formen von Benachteiligungen vorliegen. Gleichzeitig ergibt sich aus den erhobenen Daten, wie vielen Jugendlichen der Übergang in ein Berufsausbildungsver- hältnis gelungen ist. Untersuchungsschwerpunkt 2 dokumentiert den Verbleib der Absolventen, die im Anschluss an das Berufsvorbereitungsjahr eine Berufsausbildung begonnen haben. Diese Jugendlichen werden insgesamt über den Zeitraum von dreieinhalb Jahren begleitet. Eine Fragebogen ge- stützte Untersuchung am Ende des ersten Ausbildungsjahres hält den Verbleib...

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