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Die Anatomie der Azteken

Bernardino de Sahagúns anatomischer Bericht aus dem "Codex Florentinus</I>, Buch 10, Kapitel 27

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Uta Berger

Bereits die Azteken hatten ein differenziertes Wissen von der menschlichen Anatomie. Es war der Franziskanermönch Bernardino de Sahagún, der im 16. Jahrhundert die Kultur des vorspanischen Mexikos dokumentierte, und zwar in aztekischer Sprache. Sein berühmter Codex Florentinus enthält jenen Bericht zur Anatomie, der diesem Buch zugrunde liegt. Übersetzung und Analyse des aztekischen Textes sowie die Auswertung der im Codex enthaltenen Abbildungen vermitteln ein aus heutiger Sicht verblüffendes Körperkonzept, welches an altweltliche und biblische Ideen erinnert und doch frei ist von religiösen Vorstellungen jedweder Art. Für Ethnologen und Mediziner dürfte die Lektüre ebenso gewinnbringend sein wie für Historiker und Linguisten.

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Alphabetisches Register der Vokabeln 173

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173 Alphabetisches Register der Vokabeln mit der Schreibweise nach Sahagún, Standardorthographie mit phonologischer Aufschlüsselung, Morphemanalyse, grammatischer Bestimmung der Vokabeln und Übersetzungsmöglichkeiten. Die alphabetische Liste der Vokabeln in der nachstehenden Form wurde als Hilfsap- parat und Arbeitsmaterial für die Übersetzung zusammengestellt, angelehnt an Leonhard Schultze Jena (1952). Frances Karttunens Schreibweise (1983: XXIX) für die phonologische Analyse der langen Vokale , des glottalen Stops und die Standardorthographie wurden für die analytischen Einträge, die auf die fettgedruck- ten Lemmata folgen, im Wesentlichen übernommen. Die linguistischen Informationen dieser Liste beschränken sich auf die notwendige Analyse für das semantische Ver- ständnis und sind Grundlage der Übersetzung. Das jeweils erste Wort in dieser Aufstellung entspricht Sahagúns Orthographie in den Aufzeichnungen. Es wird durch Fettdruck hervorgehoben. Unterschiedliche Schreibweisen sind in runde Klammern dazu gesetzt. Sahagúns Zeichen über den Vokalen wurden beibehalten. Es sind Angaben zu Vokallängen und Ersatzzeichen für ein endständiges . Sie sind aber wohl nicht systematisch von ihm eingefügt. In eckige Klammern gesetzte Buchstaben in Sahagúns Schreibung deuten auf eine in- dividuelle Schreibweise oder auf einen Schreibfehler hin, der durch die Buchstaben in runden Klammern ersetzt oder ergänzt werden sollte. Der zweite Eintrag enthält die phonologische Schreibung nach Karttunens „Analy- tischem Wörterbuch“ von 1983 und anderen Autoren wie Schultze Jena, Andrews und Lockhart. Für das Affix der Verbalsubstantivierung (asv.) wird der phonologi- schen Analyse Lockharts gefolgt (2001:212; 2001a:193, Fußnote 3). Die dritte Schreibung...

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