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Die (öffentliche) Zustellung an juristische Personen nach dem MoMiG

Bestandsaufnahme des Zustellungsrechts vor dem Hintergrund der missbräuchlichen Verwendung der Rechtsform der GmbH in den Bestattungsfällen und kritische Würdigung der Änderungen durch das MoMiG

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Arne Burmester

Die Arbeit beschäftigt sich im Kern mit Zustellungen an juristische Personen in den so genannten Bestattungsfällen. Auf Grundlage des Zustellungsrechts vor Inkrafttreten des MoMiG werden die Lücken der bisherigen Regelungen in der ZPO aufgezeigt. Im Anschluss geht die Arbeit auf die durch die GmbH-Reform eingeführten Neuerungen im Zustellungsrecht ein und untersucht deren Regelungsgehalt. Die Einführung einer im Handelsregister einzutragenden inländischen Geschäftsanschrift, der Ersatzempfangsbefugnis der Gesellschafter in Fällen der Führungslosigkeit und der leichtere Zugang zu öffentlichen Zustellungen gem. § 185 ZPO n.F. boten Anlass zu einer kritischen Würdigung. Zu untersuchen war, ob die Reformen geeignet sind, die bestehenden, gläubigerbenachteiligenden Lücken im Zustellungsrecht wirksam zu schließen. Dies ist im Ergebnis zu bejahen. Ferner galt es zu prüfen, wie sich die Neuregelungen in das bestehende, europarechtlich vorgeprägte Rechtssystem einfügen. Dies ist jedenfalls in Bezug auf die Vorgaben der EuVTVO zu verneinen. Schließlich ist festzustellen, dass die begrenzte Anwendbarkeit der Neuregelungen auf die Rechtsformen der GmbH und AG eine unnötige Ungleichbehandlung anderer juristischer Personen bzw. deren Gläubiger bewirkt und mit dem Gedanken der Einheit der Rechtsordnung nicht vereinbar ist.

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Inhaltsübersicht

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Vorwort ........................................................................................................ 7 Inhaltsverzeichnis ........................................................................................ 11 Abkürzungsverzeichnis ................................................................................ 17 A. Einführung ............................................................................................. 21 I. Vorstellung des Themas ................................................................ 21 II. Gang der Untersuchung ................................................................. 22 III. Entstehungsgeschichte des MoMiG ............................................... 23 IV. Praxisproblem Firmenbestattung ................................................... 27 V. Zusammenfassung .......................................................................... 35 B. Zustellungsrecht im Überblick ............................................................... 37 I. Begriff und Bedeutung .................................................................. 38 II. Zustellungsbeteiligte ...................................................................... 41 III. Die einzelnen Zustellungsarten ..................................................... 50 IV. Zusammenfassung .......................................................................... 74 C. Lücken im Zustellungsrecht bei Firmenbestattungen ............................. 75 I. Fehlendes Geschäftslokal ............................................................... 75 II. Führungslosigkeit ........................................................................... 77 III. Geschäftsführer mit Wohnsitz im Ausland .................................... 85 IV. Zusammenfassung .......................................................................... 88 D. Das MoMiG: Reform der Zustellung an juristische Personen ............... 89 I. Einführung einer inländischen Geschäftsanschrift ......................... 89 II. Führungslosigkeit und Ersatzempfangsbefugnis ............................ 99 III. Erleichterter Zugang zur öffentlichen Zustellung .......................... 109 IV. Verortung der Neuregelungen zum Zustellungsrecht .................... 112 V. Rechtsvergleich mit UK-Law: England und Wales ....................... 114 VI. Zusammenfassung: Lückenschließung durch das MoMiG ............. 120 10 E. Das MoMiG in der Kritik ....................................................................... 123 I. Verfassungsmäßigkeit des § 185 Nr. 2 ZPO n.F. ........................... 123 II. Vereinbarkeit mit europäischem Recht .......................................... 133 III. Übertragbarkeit auf andere Gesellschaftsformen ........................... 144 IV. Ergebnis ........................................................................................ 152 F. Zusammenfassung .................................................................................. 155 I. Ergebnisse ..................................................................................... 155 II. Ausblick ......................................................................................... 157 Literaturverzeichnis ..................................................................................... 159

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