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Passivlegitimation im gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht

Die Bestimmung des Anspruchsgegners des urheber-, marken- und wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsanspruchs anhand von Verkehrspflichten

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Alexander Schilling

Die Passivlegitimation im Urheber-, Marken- und Wettbewerbsrecht unterliegt einer sich ständig wandelnden Rechtsprechung. Insbesondere der Bundesgerichtshof versucht auf die mannigfaltigen Rechtsverletzungen durch die Nutzung des Internets zu reagieren. Hierdurch wurde eine Vielzahl von Zurechnungssystemen zur Bestimmung der Passivlegitimierten geschaffen. Auch in der Literatur zum gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht konnten sich keine einheitlichen Kriterien zur Bestimmung des Anspruchsgegners des urheber-, marken- und wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsanspruchs herausbilden. Diese Arbeit zeigt einen dogmatisch sauberen und für die drei genannten Rechtsgebiete tauglichen Lösungsansatz über die Einbindung der Verkehrspflichten in die untersuchten Rechtsgebiete. Die als Störerhaftung bekannte Inanspruchnahme von lediglich mittelbar an einer Rechtsverletzung Teilnehmenden wird anhand der im Bürgerlichen Recht entwickelten Verkehrspflichtdogmatik bestimmt. Die Verkehrspflichtverletzung ersetzt und konkretisiert die bisher von der Rechtsprechung angewandte Voraussetzung der Verletzung einer Prüfungspflicht. Darüber hinaus schafft sie die Möglichkeit, einen mittelbaren Verletzer für die Begehung eigenen Unrechts haften zu lassen, und hierneben den Störer für die Teilnahme an der Begehung fremden Unrechts.

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung ............................................................................................................. 1 A. Grundlagen der Haftung mittelbarer Verletzer ................................................ 3 I. Passivlegitimation beim Unterlassungsanspruch ...................................... 3 1. Täter und Teilnehmer ....................................................................... 3 2. Unmittelbarer Verletzer .................................................................... 5 a) Unmittelbarer Verletzer im Urheberrecht ................................ 6 b) Unmittelbarer Verletzer im Markenrecht................................. 6 c) Unmittelbarer Verletzer im Wettbewerbsrecht ........................ 7 3. Mittelbarer Verletzer ........................................................................ 8 4. Störer .............................................................................................. 11 II. Meinungsstand ....................................................................................... 15 1. Urheberrecht ................................................................................... 15 a) Rechtsprechung ...................................................................... 15 aa) Schrankenlose Verantwortlichkeit................................ 16 bb) Begrenzung der Verantwortlichkeit ............................. 17 b) Literatur.................................................................................. 21 aa) Handlungs- und Erfolgsunrecht.................................... 22 bb) Haftungsbeschränkung über Verkehrspflichten........... 23 cc) Aktive und neutrale Störer............................................ 24 2. Markenrecht.................................................................................... 27 a) Rechtsprechung ...................................................................... 28 b) Literatur.................................................................................. 31 3. Wettbewerbsrecht ........................................................................... 33 a) Rechtsprechung ...................................................................... 33 aa) Schrankenlose Verantwortlichkeit................................ 34 bb) Begrenzung der Verantwortlichkeit ............................. 35 VIII cc) Abschaffung der Haftung mittelbarer Verletzer........... 36 dd) Wettbewerbsrechtliche Verkehrspflichten ................... 38 ee) Rechtsscheinhaftung..................................................... 40 b) Literatur.................................................................................. 42 aa) Analoge Anwendung von § 830 II BGB ...................... 42 bb) Wettbewerbsrechtliche Verkehrspflichten ................... 47 cc) Einzelfallbezogene Interessenabwägung...................... 49 dd) Betriebsinhaberhaftung ................................................ 50 4. Fazit ................................................................................................ 51 B. Bestimmung des mittelbaren Verletzers mittels Verkehrspflichten............... 53 I. Prüfungspflichten als Teil der Verkehrspflichtdogmatik ........................ 53 1. Rechtssicherheit und Rechtsklarheit............................................... 53 2. Die Zumutbarkeit von Prüfungen .......... ........................................ 54 3. Verkehrspflichten ........................................................................... 55 4. Kein Verschuldenselement beim Unterlassungsanspruch .............. 57 5. Verletzerhaftung und Funktion der Verkehrspflichten................... 62 6. Vorteile der Verkehrspflichtdogmatik............................................ 64 a) Saubere dogmatische Grundlagen .......................................... 64 b) Schaffung von Rechtssicherheit und Rechtsklarheit.............. 64 c) Gleichklang mit der Schadensersatzhaftung .......................... 65 7. Fazit ................................................................................................ 66 II. Verkehrspflichtdogmatik im Bürgerlichen Recht ................................. 68 1. Dogmatische Grundlagen der Verkehrspflichten ........................... 68 2. Begründung und Umfang von Verkehrspflichten .......................... 70 3. Fallgruppen..................................................................................... 72 a) Schaffung...

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