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Qualität von Bildung und Kultur- The Quality of Education and Culture

Theorie und Praxis - Theoretical and Practical Dimensions

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Edited By Gerd-Bodo von Carlsburg

Dieser Band dokumentiert eine Reihe von Beiträgen der XVI. Internationalen wissenschaftlichen Konferenz Bildungsreform und Lehrerausbildung zum Thema Qualität von Bildung und Kultur – Theorie und Praxis, die von der Pädagogischen Universität Vilnius (VPU) und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gemeinsam konzipiert und veranstaltet wurde. Das Hauptthema der Konferenz war: Bildungs- und Qualitätsstandards der Hochschul- und Schulbildung: humanistische Tradition und Perspektivenwechsel im Bildungs- und Erziehungsbereich unter Berücksichtigung neuer Strukturen des Denkens und Managementstrategien im Hinblick auf die Herausforderungen der Gesellschaft des kommenden Jahrzehnts.
This volume presents contributions of the 16 th International Scientific Meeting on The Reform of Education and Teacher’s Training to the topic The Quality of Education and Culture – Theoretical and Practical Dimensions. The meeting topic was: Combination of the University and High school education: humanistic/classical tradition and change of perspectives in the field of education and schooling under consideration of new structures of the thinking and management strategies with regard to the challenges of the society of the next decade.

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Träume vom guten Lehrer und von der guten Lehrerbildung 101

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Rolf Göppel Träume vom guten Lehrer und von der guten Lehrerbildung Vorbemerkung Auch wenn im Titel von „Träumen“1 die Rede ist, so handelt es sich bei den nachfolgenden Thesen doch um Ergebnisse des bewussten Nachdenkens und der intensiven Diskussion mit Kolleginnen2. Es sollen weniger symbolisch aufgela- dene Assoziationen und Bilder präsentiert werden, als vielmehr zentrale Qualitä- ten und Forderungen möglichst prägnant und klar benannt werden, auf die es im Lehrerberuf und im Lehramtsstudium ankommt. Dabei sind die nachfolgenden Thesen bewusst erfahrungsnah und schlicht formuliert. D.h. sie bewegen sich eng entlang dessen, was Schüler und Schülerinnen, Eltern, aber auch Lehrer und Lehrerinnen auf entsprechende Fragen hin typischerweise äußern und vermeiden weitgehend wissenschaftlichen Fachjargon und theoretische Abstraktionen. Na- türlich könnte man die jeweils gemeinten Sachverhalte jeweils auch „kompe- tenztheoretisch“ formulieren, könnte etwa von „Beziehungskompetenz“, „Pla- nungskompetenz“, „Motivationskompetenz“, „Strukturierungskompetenz“, „Re- flexionskompetenz“, „Aktivierungskompetenz“, „Explikationskompetenz“, „Di- agnosekompetenz“, „Beratungskompetenz“, „Interaktionskompetenz“, „Instruk- tionskompetenz“, „Stressbewältigungskompetenz“ „Inkompetenzkompensati- onskompetenz“ etc. sprechen. – Aber was wäre damit gewonnen? Zu jeder Qua- lität, Haltung, Fähigkeit, Kenntnis und Bemühung, die man sich von Lehrerin- nen und Lehrern wünscht, lässt sich unschwer eine entsprechende „Kompetenz“ konstruieren. Dabei verleitet dieser aktuell gängige Sprachgebrauch, der ständig neue Kompetenzen als Kunstprodukte hervorzaubert, jedoch einerseits dazu, Dinge durch bloße Umformulierung irgendwie anspruchsvoller und progressiver klingen zu lassen. Gleichzeitig werden damit leicht Problemlösungsillusionen erzeugt: Wenn ein Lehrer immer wieder in Situationen kommt, wo er Sch...

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