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Der deutsche Teil des Florianer Psalters

Sprachanalyse und kulturgeschichtliche Einordnung

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Rudolf Hanamann

Der Florianer Psalter, eine dreisprachig (lateinisch-polnisch-deutsch) angelegte Psalmenübersetzung des 14./15. Jahrhunderts, steht am Beginn der polnischen Schriftlichkeit. In Ergänzung zu den zahlreichen Untersuchungen zur polnischen Sprache in dieser bedeutenden Quelle widmet sich die Arbeit dem deutschsprachigen Teil, dessen Sprachform und Übersetzungsstil analysiert werden. Im Rahmen der kulturgeschichtlichen Einordnung liegt ein Schwerpunkt auf der Lokalisation, bei der das im mittelalterlichen Krakau verwendete Deutsch im Mittelpunkt steht. Daneben wird die Stellung des Florianus innerhalb der schlesisch-böhmischen Psalmengruppe beschrieben. Grundlage des Vergleichs bildet eine Edition der Bußpsalmen dieser weitgehend unveröffentlichten Psalterien.

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2 Sprachanalyse zum deutschen Teil des Florianer Psalters -23

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23 2 Sprachanalyse zum deutschen Teil des Florianer Psalters 2.0 Allgemeine Vorbemerkungen In diesem ersten großen Bereich der Arbeit sollen sprachliche Besonderheiten des deutschen Teils des Florianer Psalters zunächst nach thematischen Aspekten und im Folgenden nach Wortarten gegliedert dargestellt werden. Diese Studien knüpfen an die Untersuchungen von S. Kubica90 an, der sich vor allem mit Vokalismus und Konsonantismus auseinandergesetzt hat. Anders als bei S. Kubica, der eine Vollgrammatik angestrebt hat und auf dessen Ausfüh- rungen stets verwiesen wird, soll die vorliegende Analyse vor allem Auffälligkeiten und Ab- weichungen im Auge haben. Daneben werden Darstellungen zur Grammatik der mittelhochdeutschen und frühneuhoch- deutschen Periode herangezogen. Für den mittelhochdeutschen Sprachstand die Darstellung von H. Paul, T. Klein, H.J. Solms und K.P. Wegera91, zum Teil aber auch noch die vorange- hende Auflage von H. Paul, P. Wiehl und S. Grosse92; für das Frühneuhochdeutsche die Ar- beit von R.P. Ebert, H.J. Solms, O. Reichmann und K.P. Wegera93 sowie für die dialektgeographischen Beobachtungen die Darstellung von H. Rückert94 zum Schlesischen. Thematische Bereiche sind neben Vokalismus und Konsonantismus auch Diakritika, Kon- traktion, Syn- und Apokope sowie die Negation und aus dem Sektor Wortbildung die Berei- che Präfigierung und Suffigierung. Was die Wortarten betrifft, so geht es vor allem um Ver- ben und Substantive aber auch um Adjektive, Pronomina und Artikel. Ferner soll der Lexik stärkere Aufmerksamkeit geschenkt werden, zunächst den Wortschatzbesonderheiten bei der Version Latein-Deutsch, insbesondere aber den Übersetzungsunterschieden im Sprachteil A einerseits...

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