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Der deutsche Teil des Florianer Psalters

Sprachanalyse und kulturgeschichtliche Einordnung

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Rudolf Hanamann

Der Florianer Psalter, eine dreisprachig (lateinisch-polnisch-deutsch) angelegte Psalmenübersetzung des 14./15. Jahrhunderts, steht am Beginn der polnischen Schriftlichkeit. In Ergänzung zu den zahlreichen Untersuchungen zur polnischen Sprache in dieser bedeutenden Quelle widmet sich die Arbeit dem deutschsprachigen Teil, dessen Sprachform und Übersetzungsstil analysiert werden. Im Rahmen der kulturgeschichtlichen Einordnung liegt ein Schwerpunkt auf der Lokalisation, bei der das im mittelalterlichen Krakau verwendete Deutsch im Mittelpunkt steht. Daneben wird die Stellung des Florianus innerhalb der schlesisch-böhmischen Psalmengruppe beschrieben. Grundlage des Vergleichs bildet eine Edition der Bußpsalmen dieser weitgehend unveröffentlichten Psalterien.

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5 Edition des Textes der Vergleichspsalmen - Umfang: die sieben Bußpsalmen -179

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179 5 Edition des Textes der Vergleichspsalmen Umfang: die sieben Bußpsalmen Die Suspensionszeichen und Kürzel sind dabei kursiv aufgelöst, Ergänzungen in [ ]; die Verszählung wurde vom Autor parallel zur Edition des Florianus angegeben; die Blattzählung der Handschriften ist in kleinerem Druck in [ ] angeführt; Fettdruck kennzeich- net hervorgehobene Majuskeln der Quelle; die Interpunktion richtet sich nach heutigen Ge- sichtspunkten. Die Texte sind an den Originalen und an Mikrofilmen geprüft. Die Reihen- folge richtet sich dabei, wie bei K. E. Schöndorf674, nach chronologischen Gesichtspunkten. 1. Breslau I. D. 26 (P): Psalm 6: (1) [3r] Domine. Got in dynem zcorne nicht strofe mich. noch in dyme zcorne zcuchtige mich. (2) Miserere. Irbarme dich meyn got wan sich675 [3v] bin ich, heyle mich got. wan betrubit sint alle myne gebeyne. (3) Et. Vnde mine sele ist betrubit vil. sundir du got bis wohin. (4) Conuertere. Bechere got vnde benym myne zele, irlose mich durch dyne barmherzcekeyt. (5) Quoniam. Wan nicht ist imme tode der gedechtek sy dyn. in der helle werlichen der do bekenne dir. (6) Laboraui. Erbeite in myme zufczen, ich waschse676 alle nachteglich myn bette mit mynen czerin, myn breytes netzcze ich. (7) Turbatus. Betrvbet677 ist von dem czorne meyn ouge. ich hab gealdert czwichzen allin meynen vinden. (8) Discedite. Vlyhet von mir alle dy ir wirket dy missetat. wan irhort hat got dy stymme meynis weynins. (9) Exaudiuit. Irhort hat got myn gebet. got myn gebet hat ynphangin. (10) Erubescant. Sich schamyn vnd...

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