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«Die Toten schweigen nicht»

Brecht-Aufsätze

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Jost Hermand

Trotz mancher Diffamierungskampagnen, bei denen es vor allem um seine marxistischen Anschauungen ging, hat Brecht – im Gegensatz zu einer Reihe anderer linker Autoren – seinen Rang als einer der Klassiker der Weltliteratur des 20. Jahrhunderts behaupten können. Besonders angesichts der ökonomischen Krisen der letzten Jahre sind viele seiner Themenstellungen wieder höchst aktuell geworden. Eine verstärkte Auseinandersetzung mit seinen Werken ist daher nicht nur unter literaturhistorischer, sondern auch unter gesellschaftspolitischer Perspektive so relevant wie eh und je. Dabei sollte auf keine der von ihm aufgegriffenen Fragestellungen – ob nun seine Einstellung zu Krieg und Frieden, zur bürgerlichen Klasse, zum Problem der Utopie, zum Nazifaschismus, zu einer neuen Musik, zur trostlosen Eventkultur und zur Verneinung des Tragischen – verzichtet werden. Dem versucht auch dieses Buch nachzukommen.

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Inhaltsverzeichnis

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Vorbemerkung 7 Brecht als Lehrer Eine Rede vor Berliner Gewerkschaftsfunktionären 9 Bertolt Brecht: Trommeln in der Nacht (1919) Die „schäbigste“ Variante aller möglichen Revolutionsdramen? 19 Kurt Weill und andere „Brecht-Komponisten“ 27 Bertolt Brecht und Kurt Weill: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (1930) Das trostlose Leben in der „Spaßgesellschaft“ 41 Unvorhersehbare Folgen Die drei Eislers und Brechts Maßnahme (1930) 56 Brechts Hitler-Satiren 68 „Lieber nützlich leben als heroisch sterben“ Brechts Märtyrerphobie 83 „Das Feld muß in seiner historischen Relativität gekennzeichnet werden“ Brechts Verneinung des Tragischen 95 Brecht in Hollywood 107 Der kaukasische Kreidekreis (1944) Brechts utopischer Ort zwischen Partei und Volk 119 Die ungleichen Zwillinge Brecht und Eisler 125 Brechts Einstellung zu Krieg und Frieden 134 Thomas Mann und Bertolt Brecht Repräsentant und Verräter der bürgerlichen Klasse 146 6 Anmerkungen 162 Namenregister 188

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