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Hans Loewe: Friedrich Thiersch. Ein Humanistenleben im Rahmen der Geistesgeschichte seiner Zeit - Friedrich Thiersch: Reisebriefe aus Griechenland

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Edited By Evangelos Konstantinou, Konstandinos Maras and Heinrich Scholler

Als profilierter Kulturpolitiker reformierte Friedrich Thiersch das bayerische Bildungswesen. Seit 1825 setzte Thiersch sich intensiv für die Unterstützung des griechischen Freiheitskampfes ein und spornte durch umfangreiche Publikationen die bayerischen, aber auch deutschen Philhellenen zum Einsatz für Griechenland an. Er erreichte auch, dass Otto, der zweite Sohn König Ludwig I., König von Griechenland wurde. Durch die Ermordung des Regenten Kapodistrias geriet er auch in einen politischen Konflikt mit der bayerischen Regierung. Seine Reisebriefe aus Griechenland geben einen hervorragenden Eindruck des unermüdlichen Einsatzes des Philhellenen. Die historische Biographie Thierschs ist der zweite Band einer Gesamtbiographie von Professor Hans Loewe.

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Vorwort 7

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7 Vorwort Friedrich Wilhelm Thiersch, Professor der Klassischen Philologie an der Uni- versität München, gehört zusammen mit dem Bayerischen Kronprinzen und späteren König Ludwig I. zweifellos zu den Protagonisten des Bayerischen Philhellenismus. Er fühlte sich mit den versklavten Griechen innig verbunden, lange bevor sie sich gegen die osmanische Herrschaft im Jahre 1821 erhoben hatten. Er war ein begeisterter Philhellene, der auch gerne wie die deutschen Reformatoren, seinen Namen in griechischer Version gebrauchte. Er war nicht nur ein Bewunderer und Forscher antiker und neugriechischer Literatur, son- dern auch ein tatkräftiger Freund der kämpfenden Hellenen. Dieser Mann besaß den Mut, in der damals bedrückenden politischen Atmosphäre des Vormärz sei- ne Stimme für den gerechten Krieg der Griechen zu erheben und die Bildung einer deutschen Legion zu fordern, die an der Seite der Griechen in den Kampf eintreten sollte. Zwischen 2. Juni und 17. September 1821veröffentlichte er in der „Augsburger Allgemeine Zeitung“ in fünf Folgen seine viel beachtete Arti- kelserie „Von der Isar“. Darin berichtete er von den kulturellen, ökonomischen und wirtschaftlichen Fortschritten der Griechen und bezog damit eindeutig Po- sition gegen die antigriechische Haltung des „Österreichischen Beobachters“, der als Sprachrohr Metternichs fungierte. Unermüdlich bemühte sich F. Thiersch um eine Intensivierung der Kontakte zwischen der Münchner Akademie der Wissenschaften und den griechischen Gelehrten. Um den zahlreichen griechischen Schülern und Studenten, die nach München strömten, auf den Besuch der deutschen Lehranstalten vorzubereiten, gründete...

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