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Planen und Bauen im Außenbereich

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Edited By Stephan Mitschang

Die vielfältigen Nutzungsansprüche an den Außenbereich, von den Erneuerbaren Energien über Anlagen zur Tierhaltung, Standorten für Kraftwerke oder die Anforderungen des europäischen und nationalen Habitat und Artenschutzes, haben in den letzten Jahren den Druck auf die bauliche und sonstige Nutzung des planungsrechtlichen Außenbereichs erhöht. Dem skizzierten Spannungsfeld widmete sich die wissenschaftliche Fachtagung «Planen und Bauen im Außenbereich», die am 14. und 15. September 2009 an der Technischen Universität in Berlin durchgeführt wurde. In diesem Tagungsband sind die ausgearbeiteten Vorträge der einzelnen Referate enthalten. Sie machen deutlich, dass die Diskussion um die bauliche Nutzung des planungsrechtlichen Außenbereichs noch lange nicht abgeschlossen ist.

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Innen- vor Außenentwicklung – Kommunale Baulandstrategien zur Schonung des Außenbereichs 1

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1I Innen- vor Außenentwicklung – Kommunale Bauland- strategien zur Schonung des Außenbereichs Norbert Portz I. Rahmenbedingungen bei der Baulandmobilisierung 1. Anhaltende Flächeninanspruchnahme: Ein zunehmendes Problem Die Ursachen der zunehmenden Flächeninanspruchnahme in Deutschland in den letzten Jahrzehnten sind vielfältig. So ist ein Anstieg der Wohnfläche pro Person von im Jahre 1950 noch 14 Quadratmetern auf heute ca. 43 Quadratmeter erfolgt. Hiermit verbunden war eine erhebliche Verkleinerung der Haushaltsgröße von über drei Personen im Jahre 1950 auf heute nur noch durchschnittlich zwei Perso- nen. Weitere Ursachen für die steigende Flächeninanspruchnahme in der Nach- kriegszeit waren der Zuzug von Bevölkerung, eine zunehmende Suburbanisierung, eine Standortvergrößerung beim Gewerbe und hier speziell beim Einzelhandel so- wie eine erhebliche Zunahme bei den Verkehrsflächen. Zum Zwecke der Schonung des Außenbereichs und gerade angesichts der nach wie vor anhaltenden Flächenin- anspruchnahme gewinnt daher die Mobilisierung von Baulandpotentialen im In- nenbereich unserer Städte und Gemeinden immer mehr an Bedeutung. Dies wird auch durch weitere und zum Teil divergierende Entwicklungen belegt: So beträgt auf der einen Seite die in Anspruch genommene Siedlungs- und Verkehrs- fläche pro Tag in Deutschland aktuell 113 Hektar und damit die Größenordnung von zwei mittleren Bauernhöfen. Auf der anderen Seite erfolgt diese erhebliche Flächeninanspruchnahme trotz der hiermit einhergehenden demografischen Ent- wicklung und der in vielen Regionen bereits feststellbaren Schrumpfung der Bevöl- kerung und eines damit verbundenen wachsenden Leerstandes. Mit einem Rück- gang der Bevölkerung...

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