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Germanistische Sprachwissenschaft und Deutschunterricht in chinesisch-deutscher Perspektive

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Edited By Jianhua Zhu and Rudolf Hoberg

Dieser Band enthält Beiträge zur Linguistik und zur Deutschdidaktik, aber auch zur Germanistik im Allgemeinen, zur internationalen Kommunikation und zu (unterschiedlichen) Universitätsstrukturen. Aus ihm geht hervor, dass die chinesisch-deutsche Forschung eine sehr große Bandbreite hat, die von einzelnen grammatischen und lexikalischen Fragen über verschiedene Varietäten (etwa Jugendsprache, politische Sprache), pragmatische und kontrastive Probleme bis zu sehr konkreten Unterrichtsanalysen reicht. Der Band lässt den gegenwärtigen Forschungsstand erkennen und macht deutlich, dass der Austausch auf den genannten Gebieten zwischen chinesischen und deutschen Wissenschaftlern sehr intensiv ist.

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Empirische Untersuchungen

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Schreiben und Reden Grosse, Siegfried (Ruhr-Universität, Bochum) Die ‚geschriebene Rede‘, wie sie in diesem Beitrag vorgestellt wird, ist eine contradictio in adjecto, ein Widerspruch in sich; denn der Kommunikationsteil- haber kann nicht gleichzeitig schreiben und sprechen. Aber beide Arten der Sprachproduktion können in zeitlicher Staffelung miteinander verbunden wer- den. Der Text einer Rede braucht nicht spontan beim Sprechen zu entstehen, sondern er kann schriftlich fixiert und dann mündlich vorgetragen werden. Wenn ein Auditorium diese gesprochene oder laut vom schriftlichen Konzept abgelesene Rede anhört, dann treffen die vier Fähigkeiten zusammen, welche die Kommunikation ermöglichen und das gesellschaftliche Leben konstituieren: Sprechen und Hören/Schreiben und Lesen. Es wäre möglich, dass heute der Medienwissenschaftler die grundlegenden kommunikativen Fähigkeiten um zwei weitere ergänzen möchte, nämlich um das Bild und den Ton, deren kom- munikative Funktionen als Bedeutungsträger, wie wir beim täglichen Fernseh- konsum feststellen können, außer Frage stehen. Aber hier geht es um die beiden verbalen Kommunikationskanäle, den primären akustischen, das Sprechen und Hören und um den sekundären optischen, das Schreiben und Lesen, und ihre Verbindung miteinander. Die Diskussion um die Unterschiede zwischen der gesprochenen und ge- schriebenen Sprache hat in der Germanistik spät, erst etwa zu Beginn der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts, eingesetzt, als die europäische Sprachwissen- schaft von der amerikanischen die Pragmatik (Soziolinguistik), die Strukturalis- men und die Erforschung der Syntax als Anregungen aufgenommen und seitdem intensiv an eigenen...

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