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Owning the Mind

Beiträge zur Frage geistigen Eigentums

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Paul Ferstl and Stefan Wedrac

Die Beiträge dieses Bandes, verfasst in deutscher und englischer Sprache aus den Bereichen der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, der vergleichenden Literaturwissenschaft, der Musikwissenschaft, der Philosophie sowie der Kulturwissenschaften, widmen sich Fragen der Zensur, des Urheber- und Interpretenrechts sowie hochaktuellen Diskussionen um den Zusammenhang zwischen Intertextualitätstheorien und Plagiatsvorwürfen. Ferner behandelt werden (sub)kulturelle Gegenentwürfe zu gängigen Modellen der Informationsweitergabe, ökonomische Grundlagen des Schutzes kulturellen Eigentums sowie aktuelle Entwicklungen in der Internetkultur, die für Fragen des geistigen Eigentums von weitreichender Bedeutung sind.

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NORBERT BACHLEITNER UND DANIEL SYROVY Verpönt, Verdrängt – Vergessen? Eine Datenbank zur Erfassung der in Österreich zwischen 1750 und 1848 verbotenen Bücher 17

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NORBERT BACHLEITNER UND DANIEL SYROVY VERPÖNT, VERDRÄNGT – VERGESSEN? EINE DATEN­ BANK ZUR ERFASSUNG DER IN ÖSTERREICH ZWISCHEN 1750 UND 1848 VERBOTENEN BÜCHER 1. VOM NUTZEN DER ZENSURFORSCHUNG Traditionellerweise versteht man unter Zensur die institutionalisierte Unterdrückung von Kommunikationsinhalten . Im angelsächsischen Raum hat sich zuletzt unter dem Schlagwort New Censorship eine neue Betrachtungsweise etabliert, die den Zensurbegriff erwei- tert . Er umfasst dort die bei der Versprachlichung von Gedanken unumgängliche Bindung an bestehende Diskurse und die daraus resultierenden Vorgänge der Selektion von Äußerungen; auch die Selbstzensur rückt innerhalb des New Censorship in den Mittelpunkt des Interesses .1 Zensur ist aus dieser Perspektive jedem Sprechakt inhärent, sie bedarf keiner speziellen Akteure oder Institutionen . Gerade der von autoritären Machthabern durchgesetzten Form von 1 Vgl . Robert C . Post (ed .), Censorship and Silencing. Practices of Cultural Regulation (Los Angeles: The Getty Research Institute, 1998) . 18 Norbert Bachleitner und Daniel Syrovy Zensur begegnet man aber aktuell in den Schlagzeilen, etwa in Ver- bindung mit Vorgängen in China oder im Iran . Auch im historischen Rückblick erweist sich diese Form von Zensur als wichtiger Faktor des literarischen Lebens; die Erforschung der Zensurgeschichte bedarf wohl mehr eines ‘old censorship’ .2 Insofern wird es nicht überraschen, dass auch das hier vorzu- stellende Forschungsprojekt von einem vergleichsweise konventio- nellen Zensurbegriff ausgeht, der voraussetzt, dass eine mit dieser Aufgabe beauftragte Instanz in Kommunikationsvorgänge eingreift und Verbote ausspricht, um die Ausbreitung bestimmter Texte bzw . Ideen zu verhindern . Die Geschichte der Überwachung...

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