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Kommunikation in der Frühen Neuzeit

Edited By Klaus-Dieter Herbst and Stefan Kratochwil

Dieser Band enthält die überarbeiteten Fassungen von Vorträgen, die auf einer Tagung an der Universität Jena am 15. und 16. Dezember 2006 gehalten wurden. Themenschwerpunkte waren die Kommunikation in der Frühen Neuzeit im Allgemeinen und die Kommunikation unter Gelehrten im Besonderen. Die letztgenannte Kommunikationsform erfolgte auf unterschiedlichen Wegen, die zumindest unter drei Gesichtspunkten zusammengefaßt werden können: Zum einen wurden Informationen mittels Briefen ausgetauscht, zum anderen über wissenschaftliche Periodika und andere Publikationen (z.B. Sendschreiben) und zum dritten durch Begegnungen etwa bei Reisen und persönlichen Kontakten. Die Beiträge nähern sich dem Themenkomplex auf programmatische Weise sowie auf der Grundlage detaillierter Einzelstudien.

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HANS GAABDer Kontakt von Abdias Trew mit Herzog August vonBrauns chweig-Lüneburg 225

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Der Kontakt von Abdias Trew mit Herzog August von Braunschweig-Lüneburg Von HANS GRAB Im Zusammenhang mit seinen Ideen zur Kalenderreform stand der Altdor- fer Mathematik- und Physikdozent Abdias Trew (1597-1669) 1666 kurzfris- tig im Briefwechsel mit Herzog August von Braunschweig-Lüneburg (1579- 1666), wovon sich allerdings nur zwei Briefe erhalten haben. Der Herzog bat Athanasius Kircher (1602-1680) um eine Stellungnahme zu den Ideen Trews, was dieser auch tat. Zu einem direkten Briefwechsel zwischen Trew und Kircher kam es nicht. Im Folgenden werden zunächst die Biographie Trews sowie seine Ideen zur Kalenderreform kurz vorgestellt, ohne dabei auf technische Einzelheiten einzugehen. Im Anschluss wird untersucht, wie Trew versuchte seine Ideen bekannt zu machen. Die angegebenen Daten beziehen sich auf den Julianischen Kalender. 1. Zur Biographie von Abdias Trew Abdias Trew wurde am 29. Juli 1597 im mittelfränkischen Ansbach geboren. Sein Vater Michael Trew (1563-1620) war seit Juni 1592 Kantor an der Städ- tischen Lateinschule, wechselte aber 1601 als Konrektor an die Fürsten- schule im nahegelegenen Heilsbronn. Entsprechend durchlief Abdias ab 1603 die dortige Deutsche Schule, ab 1607 war er selbst Fürstenschüler. Anfang 1613 trat der Vater eine Pfarrstelle im nordwestlich gelegenen Roß- tal an, doch blieb der Sohn in Heilsbronn und vollendete hier seine Schul- laufbahn.1 1 Zur Familiengeschichte der Trews siehe Martin Treu: Stammreihe Treu aus Franken und angrenzenden Gebieten Wibitembeigs, in: Deutsches Familienarchiv 74 (1980), S. 163-312. Die 226 Hans Gaab Am 24. Oktober 1618 schrieb er sich in Wittenberg ein, wo...

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