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Gott-menschliche Gemeinschaft

Katholische integrale Ekklesiologie

Andrzej Napiorkówski

Dieses Buch wurde als eine katholische integrale Ekklesiologie konzipiert. Der Autor vertritt die Meinung, dass die Wissenschaft von der Kirche nicht auf die Fundamentaltheologie allein zurückgeführt werden darf, sondern auch die Apologetik und Dogmatik mit einbeziehen muss. Ein solcher Ansatz erzwingt gleichsam die Anwendung einer neuen Methodologie, die sich von der bisher angewendeten unterscheidet. Darüber hinaus tendiert diese integrale christliche Ekklesiologie zum Personalismus, denn sie bereichert ihre Strukturen um die theologische Anthropologie. Die Kirche wird erst dann zur Kirche, wenn eine personale Bindung zwischen Gott und Mensch entsteht. Jenseits der Bindung zwischen Personen gibt es keine Kirche. Dieses neue Bild der Kirche ist darüber hinaus Ergebnis einer intensiveren Berücksichtigung der biblischen, philologischen, philosophischen, historischen, psychologischen und soziologischen Wissenschaften.

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EINLEITUNG - 19

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19 Einleitung is in das späte Mittelalter hinein verfügte die Theologie eigentlich über kein eigenes Traktat Kirche. Erst die Konfrontation mit den Postulaten der Reformation sowie die Entstehung der protestantischen Kirchen trugen dazu bei, dass die Bestimmung und Präzisierung der eigenen Ekklesiologie der katholi- schen Kirche notwendig wurde. Die Apologetik und ihre Nachfolgerin, die Fundamentaltheologie, sahen sich vor die Aufgabe gestellt, innerhalb der De- monstratio catholica die Frage nach der Gründung der Kirche sowie deren Legitimierung aufzugreifen. Vom Standpunkt der Entstehungsgeschichte der Kirche aus schien vor allem die Fundamentaltheologie befugt zu sein, Begriff, Wesen, Sinn, Mission sowie Gestalt der Kirche zu bestimmen. Wenn man die Fundamentaltheologie als eine Grundwissenschaft im Ge- bäude der ganzen Theologie auffasst, dann rücken drei grundlegende Themen- bereiche, und zwar Gott, Christus und die Kirche notwendig in den Horizont ihres Interesses. Daher muss es in ihrem Forschungsbereich zu einer Konfron- tation mit drei folgenden Hauptfragen kommen: Was hat uns die Wirklichkeit Gottes angesichts der uns von allen Seiten bestürmenden Wirklichkeit der Welt zu sagen? Ist die Laizität der Welt vielleicht keine Abkehr von Gott, sondern möglicherweise die Suche nach einer neuen, reinen Form der jüdisch-christli- chen Offenbarung? Vielleicht sollte man seinen Blick noch weiter hinaus aus- richten, hinter den Judaismus gelangen und endlich eine Form und eine Art der Offenbarung in der Ur-Religiosität der Völker Babyloniens entdecken? Warum sollte die jüdisch-christliche Offenbarung nicht durch die Kultur der Bewohner der Territorien zwischen Euphrat und...

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