Show Less

Gott-menschliche Gemeinschaft

Katholische integrale Ekklesiologie

Andrzej Napiorkówski

Dieses Buch wurde als eine katholische integrale Ekklesiologie konzipiert. Der Autor vertritt die Meinung, dass die Wissenschaft von der Kirche nicht auf die Fundamentaltheologie allein zurückgeführt werden darf, sondern auch die Apologetik und Dogmatik mit einbeziehen muss. Ein solcher Ansatz erzwingt gleichsam die Anwendung einer neuen Methodologie, die sich von der bisher angewendeten unterscheidet. Darüber hinaus tendiert diese integrale christliche Ekklesiologie zum Personalismus, denn sie bereichert ihre Strukturen um die theologische Anthropologie. Die Kirche wird erst dann zur Kirche, wenn eine personale Bindung zwischen Gott und Mensch entsteht. Jenseits der Bindung zwischen Personen gibt es keine Kirche. Dieses neue Bild der Kirche ist darüber hinaus Ergebnis einer intensiveren Berücksichtigung der biblischen, philologischen, philosophischen, historischen, psychologischen und soziologischen Wissenschaften.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

1. Welche Ekklesiologie? Aufgabe, Methode und Struktur des ,Traktats Kirche‘ - 25

Extract

25 1. Welche Ekklesiologie? Aufgabe, Methode und Struktur des ,Traktats Kirche‘ ie hier vorliegende Ekklesiologie sieht sich der Vermittlung des depositum fidei im Geiste des II. Vatikanischen Konzils verpflichtet. Es geht also um die Vermittlung sowohl der Tradition als auch der Moderne, also dessen, was die Kirche heutzutage von sich selbst lehrt, obwohl manchmal auch gewisse Inhalte und deren Mitteilungsform einer Kritik unterzogen werden. Darüber hinaus werden auch Erwartungen und Ansprüche des Adressaten mit einbezogen, der zwar nicht immer darauf vorbereitet zu sein scheint. Beinahe ein halbes Jahr- hundert nach dem Ende dieses ekklesiologischen Konzils haben viele Fragen, die dort aufgeworfen wurden, an ihrer Aktualität, an ihrer Brisanz kaum etwas ein- gebüßt. Viele Hoffnungen, die während des Vaticanum II. wach wurden, er- wiesen sich als illusorisch, einige sind in Vergessenheit geraten, einige wurden später nicht mehr aufgegriffen und in manchen Fragen blieb es beim Alten. Der russische Romanschriftsteller Leo Tolstoj (1828-1910), einer der hervorragend- sten Vertreter des Realismus in der europäischen Literatur, pflegte zu sagen, dass die meisten Schwierigkeiten, die er ausstehen musste, seiner Einbildungskraft entsprangen, die lebhafter ist als bei den sonstigen Menschen. Dieses Problem ist sicher vielen Menschen nicht fremd. Und es ist ein Problem, das man schätzen sollte, denn es inspiriert einen zum kritischen — und in der Folge — zum schöp- ferischen Denken. Einleitend möchte ich allerdings auf eine Frage hinweisen, die von grund- legender Wichtigkeit ist, und zwar auf die Hermeneutik der Reflexion über die Kirche. Die...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.