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Kriegs- und Nachkriegskindheiten

Studien zur literarischen Erinnerungskultur für junge Leser

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Edited By Gabriele von Glasenapp and Hans-Heino Ewers-Uhlmann

Die Beiträge dieses Bandes beschäftigen sich mit der Allgemein- wie der Kinder- und Jugendliteratur als einem zentralen Erinnerungsmedium an Kindheit und Jugend während des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit. Fokussiert werden die teilweise traumatisierenden Erlebnisse: Zum einen aus unterschiedlichen nationalen Perspektiven, wobei der nationale Referenzrahmen neben deutschsprachigen auch europäische wie außereuropäische Perspektiven umfasst. Zum anderen werden die literarischen Kindheitsdarstellungen einzelner Länder unter dem Aspekt von Selbst- und Fremdwahrnehmung gesehen. Die einzelnen Aufsätze gehen zur Erinnerungskultur im Allgemeinen, behandeln einzelne Autoren und befassen sich mit der Tradierung von Texten, Aspekten nationaler Literaturpolitik sowie Fragen der literarischen Vermittlung.

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Krieg- und Nachkriegskindheit als Thema der ins Koreanische übersetztenKinder- und Jugendliteratur. Zur Rezeption japanischer Kinder- und Jugendliteratur in Korea 505

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Kyung-Yun Kim (Seoul) Krieg- und Nachkriegskindheit als Thema der ins Koreanische übersetzten Kinder- und Jugendliteratur. Zur Rezeption japanischer Kinder- und Jugendliteratur in Korea 1. Einführung Als ich im Sommer 2003 die Internationale Jugendbibliothek in München be- suchte, habe ich dort ein interessantes Bilderbuch entdeckt. Es war die deutsche Übersetzung des Buches Sadako von Elenor Coerr (1995). Sadako ist ein japani- sches Mädchen, das an Leukämie stirbt, weil es sich beim Abwurf der Atom- bombe in Hiroshima aufgehalten hat. Ich empfand spontan tiefes Mitleid mit Sa- dakos Schicksal und tiefes Bedauern darüber, dass das Leben eines jungen Mäd- chens durch den Krieg zerstört werden konnte. Wie bewegend ist der Wunsch nach Frieden in der Gestalt der gefalteten Papierkraniche! Wie ernsthaft ist die Botschaft „Frieden in der Welt”, die durch ihr Denkmal verkörpert wird! Meine ersten Eindrücke fand ich bestätigt in der Publikation Guten Tag, lieber Feind! Bilderbücher für Frieden und Toleranz. Eine internationale Auswahl, dem Aus- stellungskatalog der Internationalen Jugendbibliothek in München aus dem Jahre 1998. Dort heißt es: „Sadako wird zur Friedensbringerin erhöht, die das Trauma von Hiroshima überwunden hat.” Aber dann kamen mir Bedenken, und ich fragte mich: „Zur Friedensbringerin erhöht, ja, stimmt. Aber ist das alles?” Und irgendwie blieb in mir ein Gefühl der Unzufriedenheit zurück. Als mir vorgeschlagen wurde, auf dieser Tagung einen Vortrag über „Kriegs- und Nachkriegskindheit als Thema der ins Koreanische übersetzen Kinder- und Jugendliteratur“ zu halten,...

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