Show Less

Ranulf contra Geiger

Ein Angriff und eine offensive Verteidigung- Theodor-Geiger-Gesamtausgabe- Abteilung III: Allgemeine Soziologie. Bd. 5- Herausgegeben und erläutert von Klaus Rodax

Series:

Klaus Rodax

Im Mittelpunkt des dänischen «Positivismusstreits» zwischen Svend Ranulf und Theodor Geiger steht die Diskussion unterschiedlicher methodologischer und methodischer Möglichkeiten und Voraussetzungen der quantitativen empirischen Sozialforschung.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

RANULF contra GEIGER

Extract

Ein Angriff und eine offensive Verteidigung Motto: Oft sieht man Wissenschaftler in ihrer prakti- schen Forschungsarbeit grobe Verstöße gegen die schönen methodischen Regeln begehen, die sie selber aufgestellt haben. Svend Ranulf: Socialvidenskabelig Meto- delære, Seite 82. Inhalt Einleitende Apologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 I. Objektivität, Faschismus und Demokratie . . . . . . . . . . . . 11 II. Phänomenologie und Axiomatik . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 III.Begriffsbildung, Begriffsrealismus und Begriffsanalyse . . . . 23 IV. Kausalität und Kultursoziologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 V. Verifikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 VI.Deutschtümelei und unzulässige Generalisierung . . . . . . . 59 Postskriptum: Urteil und Beweismaterial . . . . . . . . . . . . . 73 Einleitende Apologie Das Verhältnis zwischen zwei Wissenschaftlern, die innerhalb der Gren- zen eines kleinen Landes ihre Arbeit auf nahe verwandten und dünn besetzten Forschungszweigen betreiben, pflegt sich mit großer Wahr- scheinlichkeit entweder zu kameradschaftlicher Zusammenarbeit oder zu streitbarer Diskussion zu entwickeln. Daß nicht gerade gegenseitige Lobhudelei den Professor für Philosophie an der Universität Aarhus, Svend Ranulf, und mich verbindet, hat seine natürlichen Gründe. Das Gegenteil zu vermeiden ist in den 12 Jahren, in denen ich – zuerst lose, seit dem Jahre 1938 aber sehr eng – mit dem wissenschaftlichen Leben des Landes verknüpft bin, mein Bestreben gewesen. Nachdem die Besetzung der Professur für Soziologie an der Universität Aarhus Ranulf und mich in ein Konkurrenzverhältnis gebracht hatte, hat auch reines Taktgefühl mich überdies davon abgehalten, zur Arbeit von Professor Ranulf in schriftlicher oder sprachlicher Form öffentlich kritisch, geschweige denn polemisch, Stellung zu beziehen1 – obwohl die Versuchung manchmal groß gewesen ist, besonders, als Ranulf falsche Behauptungen über die Stellung der...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.