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Göttinnen, Heldinnen und Herrscherinnen in Asien und Afrika

Edited By Tatiana Oranskaia and Barbara Schuler

Der Band leistet einen grundlegenden interdisziplinären Beitrag zum Verständnis, wie zu unterschiedlichen Zeiten in den unterschiedlichen Kulturen Asiens und Afrikas Frauen ihre Positionen in Gesellschaft und Religion erworben haben und wie sie im kulturellen Gedächtnis fortleben. Betrachtet werden in acht Beiträgen herausragende Frauengestalten. Die faszinierenden Portraits der deifizierten, heroischen und herrschaftsausübenden Frauen sind Ergebnis historischer, philologischer und ethnographischer Forschung. Sie bieten einen Vergleich von Konzepten, Wertesystemen und Kulturmustern und stellen die kulturellen, religiösen und sozial-politischen Eigenheiten der Regionen heraus.

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Einleitendes Essay (Barbara Schuler) 11

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Einleitendes Essay Barbara Schuler Die vorliegende Sammlung von Beiträgen beabsichtigt nicht, die deifizier- ten, heroischen und herrschaftsausübenden Frauengestalten der jeweiligen geographischen Kulturräume in einer allumfassenden Art und Weise zu be- leuchten. Vielmehr versuchen die Autorinnen und Autoren von verschiede- nen Perspektiven lediglich ausschnitthaft einige wichtige Aspekte heraus- zustellen. Aus der Sicht der diversen Disziplinen und unter Zuhilfenahme von unterschiedlichen Methoden (von der Ethnographie bis zur Philologie) wird das Thema in verschiedenen Epochen (von der frühen nachchristli- chen Zeit bis zur Moderne) mit Blick auf die Kulturen Afrikas, Süd-, Süd- ost- und Ostasiens behandelt. Angesichts dieses geo-kulturellen und zeitli- chen Spektrums, innerhalb dessen die hier präsentierten Beiträge angesie- delt sind, ist es angeraten, aus den Fallstudien keine vorschnellen und all- gemeingültigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Vielmehr gilt es, die Ergeb- nisse mit den Erkenntnissen anderer einschlägiger wissenschaftlicher Ar- beiten in Beziehung zu setzen, um so die verschiedenen Faktoren, Ebenen und Modelle entsprechend zu gewichten.1 Beziehungspotentiale Die Beiträge zeigen, dass die Bedeutung und Macht der in diesem Band portraitierten Frauenfiguren als Relationen zu denken sind. Es sind die un- sichtbaren, aber einflussreichen Beziehungen, die sozialen und religiösen Positionen und, falls gegeben, die historischen Gegebenheiten, durch die die Frauengestalten ihre Stellungen in der jeweiligen Gesellschaft und Re- ligion erworben oder gestärkt haben. Die Autorinnen und Autoren in die- sem Band setzen die Protagonistinnen in Relation zu anderen Akteuren. Sie erfassen nicht nur deren Eigenschaften, sondern auch deren und anderer Strategien, die...

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