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Göttinnen, Heldinnen und Herrscherinnen in Asien und Afrika

Edited By Tatiana Oranskaia and Barbara Schuler

Der Band leistet einen grundlegenden interdisziplinären Beitrag zum Verständnis, wie zu unterschiedlichen Zeiten in den unterschiedlichen Kulturen Asiens und Afrikas Frauen ihre Positionen in Gesellschaft und Religion erworben haben und wie sie im kulturellen Gedächtnis fortleben. Betrachtet werden in acht Beiträgen herausragende Frauengestalten. Die faszinierenden Portraits der deifizierten, heroischen und herrschaftsausübenden Frauen sind Ergebnis historischer, philologischer und ethnographischer Forschung. Sie bieten einen Vergleich von Konzepten, Wertesystemen und Kulturmustern und stellen die kulturellen, religiösen und sozial-politischen Eigenheiten der Regionen heraus.

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Südasien 133

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Südasien Was wird erinnert? Gewalt und Ruhm als Erinnerungssignaturen Barbara Schuler ABSTRACT: This essay begins with the observation that oral narratives are part of Tamil moral literature.1 Viewing two textual examples of a goddess and heroine/female ruler from Tamil Nadu (South India), the author raises the question of whether there is a qualitative difference between narratives (katais) that relate tales of violence and fame and narratives that have less dramatic content. It appears that violence and fame are more easily remembered,2 insofar as they convey emotional central events of conflict and situations of greatness respectively. The essay closes with the thesis that narrative themes of violence and fame are of decisive importance to the motivation for and suc- cess of textual transmission. Orale Narrative in Tamil erzählen oft von Liebe und Gewalt – den univer- salsten Erfahrungen des Menschen. Erinnerung und Erinnern (niṉaivu, Sanskrit smṛti/smaraṇa) ist, was ihnen folgt. Ersterer Zustand trägt eine Art von Stabilität, Verbundenheit und Kontinuität in sich, letzterer Getrenntheit und Instabilität. Einige Geschichten müssen immer aufs Neue wieder erin- nert werden: zu ihnen gehören jene Geschichten über Gewalt (vaṉmuṟai) und fama (pukaḻ). Offensichtlich prägt sich Gewaltvolles und Heroisches dem kulturellen Gedächtnis3 für lange Zeit ein. Diese Sichtweise scheint in zwei Texten auf, die sich um eine Göttin ranken,4 deren Legenden von Barden besungen werden. Ich schicke voraus, indem ich die Geschichten inhaltlich wiedergebe, bin ich nicht so sehr...

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