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Wahlkampf

Eine linguistische Analyse strategischer Kommunikation

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Arne Roock

Seit mehreren Jahrzehnten beschäftigt das Thema Wahlkampfkommunikation Sprach- und Sozialwissenschaftler gleichermaßen. Dabei ist eine Fülle theoretischer Herangehensweisen und Analyseverfahren entwickelt worden, die, kaum vergleichbar, häufig unverbunden nebeneinander stehen und sich daher nur schwer integrieren lassen. Der Autor entwickelt in seinem Buch einen umfassenden, interdisziplinären Analyserahmen für Wahlkampfkommunikation, der auf dem Konzept der strategischen Kommunikation aufbaut. Die verschiedenen Analysekategorien werden anhand des Bundestagswahlkampfes 2005 illustriert.

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7. Zusammenfassung und Schluss 247

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247 7. Zusammenfassung und Schluss Wahlkämpfe stellen gesellschaftlich relevante, hochgradig komplexe kommuni- kative Makroereignisse dar. Die gesellschaftliche Relevanz von Wahlkämpfen auf der einen Seite hat dazu geführt, dass in den letzten Jahrzehnten eine ganze Reihe wissenschaftlicher Arbeiten zu diesem Thema erschienen ist. Die Kom- plexität von Wahlkämpfen auf der anderen Seite dürfte der Hauptgrund dafür sein, dass die Forschung in diesem Bereich etliche unterschiedliche Kategorien und Methoden verwendet hat, wodurch die Ergebnisse schwer zu vergleichen sind und oft ohne gegenseitigen Bezug nebeneinander stehen. Aus diesem Grunde wurde in der vorliegenden Arbeit ein Analyserahmen entwickelt, der es ermöglicht, Wahlkampfkommunikation auf der Grundlage einheitlicher, grund- legender Kategorien zu analysieren, wobei der Rahmen keine strikten Analyse- Vorgaben auf der Mikroebene macht, sondern – je nach Forschungsinteresse – die Integration verschiedener Einzelmethodiken zulässt. Damit soll ein Beitrag geleistet werden, um die übergeordnete Forschungsdisziplin der Politolinguistik so weit wie nötig zu vereinheitlichen. Zunächst wurde der Gegenstandsbereich der Arbeit festgelegt und definiert. Als Wahlkampfkommunikation lässt sich jeder kommunikative Akt verstehen, der sich Politikern in ihrer Rolle als Politikern zuschreiben lässt, der öffentlich ist und der darüber hinaus zu Wahlkampfzeiten stattfindet. Bei der Erstellung des Analyserahmens wurde als Fundament das Konzept der Strategie gewählt. Strategien lassen sich in die drei Komponenten Ziele, Si- tuation und Mittel aufgliedern und paraphrasieren als „in der Situation X die Mittel Y einsetzen, um das Ziel Z zu erreichen.“ Wahlkampfkommunikation kann generell als strategische Kommunikation angesehen werden, wobei es...

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