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Verlässlicher Grammatik-Transfer

Am Beispiel von subordinierenden Konjunktionen

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Alaa Moustafa

Bevor neue Grammatikmodelle entworfen werden, sollte das bekannte Wissen vollständig erfasst, verglichen und im Hinblick auf Lücken und Widersprüche bewertet werden. Deshalb versteht sich das Buch als Vorarbeit zu einer Klärung und Vereinheitlichung der grammatischen Terminologie am Beispiel von Konjunktionen. Grammatiken sollten ihren Nutzern verlässliche Auskünfte gerade auch über Zweifelsfälle geben. Bisher sind die Darstellungen über subordinierende Konjunktionen jedoch verwirrend oder widersprüchlich. Die Arbeit bietet einen kritisch-synoptischen Vergleich der Subjunktoren in den Grammatiken. Sie präzisiert die beschreibenden Kategorien und gelangt zu umstrukturierten und vereinheitlichten Definitionen. Für jedes Klassifizierungsproblem werden schlüssige Lösungen angeboten.

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3. Überlegungen zu den Temporalsubjunktoren - 195

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195 3. Überlegungen zu den Temporalsubjunktoren 3.0 Übersicht Ausgehend davon, dass die beiden vorangehenden Teile der vorliegenden Arbeit im Wesentlichen der Subjunktoren-Syntax gewidmet sind, beschäftigt sich das 3. Kapitel mit einem Teilbereich der Subjunktoren-Semantik und zwar der der tem- poralen Subjunktoren. Dieses Kapitel besteht aus vier Hauptteilen. Abschnitt 3.1 gibt eine Einführung in die Thematik. Es wird ein Überblick über die semantische Subklassifizierung der Subjunktoren in den Grammatiken gege- ben (Grundinformationen über die Art und Weise der Subklassifizierung, die Zahl der Subklassen, Probleme der Differenzierung). Darüber hinaus wird begründet, warum in dieser Arbeit lediglich die temporalen Subjunktoren und z. B. nicht die kausalen, modalen o. a. behandelt werden. Abschnitt 3.2 bietet einen Überblick über den Formenbestand der Temporalsub- junktoren.125 Das Inventar wird nach wichtigen Grammatiken und Spezialarbeiten aufgelistet: Schulz/Griesbach (1972); Zifonun et al. (1997); Engel (2004); Buscha (1995); GW-Grammis (2004); Neumann (1972). Es folgt eine Unterteilung in zwei Gruppen: anerkannte, hoch frequente Temporalsubjunktoren und selten gebrauchte, gehobene oder umgangssprachlich verwendete Temporalsubjunktoren. Abschnitt 3.3 beschäftigt sich mit der traditionellen Subklassifizierung der Tem- poralsubjunktoren, mit Problemen und Lösungsvorschlägen. Das Prinzip der traditionellen dreiteiligen zeitrelationsbezogenen Subklassifizierung der Tempo- ralsubjunktoren wird erläutert (3.3.1). Daraus ergeben sich zwei Probleme, die in 3.3.2 dargestellt werden: Die Zuordnung der Zeitrelationen Vor- und Nachzeitigkeit (je nach der Zeitpositionierung des HS oder des NS) und die stark differierende Einordnung der einzelnen Temporalsubjunktoren in die drei Gruppen der Zeitrela- tionen Vor-, Nach- und Gleichzeitigkeit. In 3.3.3 wird das zweite Problem ausführ-...

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