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Pastoralpsychologie und Transzendenzerfahrung

Impulse für eine diakonische Seelsorge im Werk von Karlfried Graf Dürckheim

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Dirk Klaas

Im Mittelpunkt dieser Studie steht der Versuch, das Verhältnis von Pastoralpsychologie und Transzendenzerfahrung handlungsbezogen zu thematisieren. Dazu wird das Werk Karlfried Graf Dürckheims (1896-1988) für die diakonische Seelsorge erschlossen und in konkreten Impulsen fruchtbar gemacht. Zugrunde gelegt wird dabei ein pastoralpsychologisches Verständnis des Dürckheimschen Ansatzes, der in seiner Gesamtheit als eine spezielle Ausprägung der Analytischen Psychologie nach Carl Gustav Jung verstanden und durch systemisch-konstruktivistische Sichtweisen ergänzt wird.

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Ein Gebet Karlfried Graf Dürckheims 11

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11 Ein Gebet Karlfried Graf Dürckheims 1 Herrgott gib daß ich so werde Wie Du mich gedacht Daß wenn ich scheid’ von dieser Erde Meinen Weg vollbracht Gib daß ich Dir immer diene Dir und meinem Kinderland Ohne Vorbehalt und Fragen Mit Herz, Gemüt, Wille, Verstand 1 LA Speyer C59 Nr. 1103/1. Bislang unveröffentlichtes handschriftliches Gebet von Karlfried Graf Dürckheim, ohne Titel und undatiert. Orthographie und Zeichensetzung folgen bei diesem und al- len folgenden Zitaten dem Grundsatz der Quellentreue und werden daher wie im Original wieder- gegeben. Zu illustrativen Zwecken wird aus diesem Gebet nachfolgend an geeignet erscheinenden Stellen erneut zitiert. Eine genaue Datierung ist leider nicht möglich und kann auch aus dem Findbuch des Landes- archivs Speyer nicht erschlossen werden, welches den Bestand C59 Nr. 1103 summarisch wie folgt aufl istet: „Karlfried Graf Dürckheim: Unterlagen für Gebet und Meditation. Enthält: 1. Ge- bet (hs.). 2. Einführung und Einweisung für Atemübungen (hs.). 3. [Anweisung für] Atemübung. o.D.“ [hs. = handschriftlich; o.D. = ohne Datum]. Thema des 9strophigen Gebetes ist die existentielle Orientierung des Beters an einem personalen Göttlichen, das als ‚Herrgott‘ und ‚Vater‘ angesprochen wird. Die formale Struktur entspricht der Volksliedstrophe (4 Verse je Strophe; 4hebiger Trochäus; Kreuzreim abab). Inhaltlich könnte man es auch als Hymnus, d.h. als feierlichen Lobgesang, sehen. Hier spricht ein literarisches Ich, das sich zwar in einer eindeutigen (Such-)Bewegung zu ei- nem göttlichen ‚Du‘ befi ndet, in eben dieser Bewegung...

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