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Pastoralpsychologie und Transzendenzerfahrung

Impulse für eine diakonische Seelsorge im Werk von Karlfried Graf Dürckheim

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Dirk Klaas

Im Mittelpunkt dieser Studie steht der Versuch, das Verhältnis von Pastoralpsychologie und Transzendenzerfahrung handlungsbezogen zu thematisieren. Dazu wird das Werk Karlfried Graf Dürckheims (1896-1988) für die diakonische Seelsorge erschlossen und in konkreten Impulsen fruchtbar gemacht. Zugrunde gelegt wird dabei ein pastoralpsychologisches Verständnis des Dürckheimschen Ansatzes, der in seiner Gesamtheit als eine spezielle Ausprägung der Analytischen Psychologie nach Carl Gustav Jung verstanden und durch systemisch-konstruktivistische Sichtweisen ergänzt wird.

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V. Diakonisch-poimenische Impulse im Werk von Karlfried Graf Dürckheim 159

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159 Diakonisch-poimenische Impulse im Werk von V. Karlfried Graf Dürckheim Nach der vorausgegangenen seelsorgeorientierten Darstellung der Grundzüge des Dürck- heimschen Werkes werden im laufenden Kapitel ausgewählte Einzelaspekte näher unter- sucht. Dabei soll Dürckheims Werk in seinem Impulscharakter für Poimenik bzw. Diakonik erschlossen werden. Im einzelnen werden vier Impulse als besonders relevant betont: * Der initiatische Impuls unter dem Titel „Transparenz für die immanente Trans- zendenz“. * Der diakonische Impuls als „Dienst am Sein“. * Der pastoralpsychologische Impuls als die analytische Arbeit mit dem Unbewussten. sowie * Der meditative Impuls als leibhafte Übung. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in Form von thesenartigen Schlussfolgerungen für eine transzendenzorientierte Begleitung nach Dürckheim im Schlusskapitel der Arbeit festgehalten. 332 „Transparenz für die immanente Trans zendenz“ – Der initiatische 1. Impuls 1.1 Einleitung: Trans zendenz als Erfahrung Was ist Trans zendenzerfahrung? Bereits diese einfache und grundlegende Frage entzieht sich einer schnellen und abschließenden Beantwortung. Gleichwohl bleibt das legitime In- teresse an einer näheren Bestimmung des Gegenstandsbereiches. 332 Vgl. nachfolgenden Punkt VII.1.2 ‚Schlussfolgerungen für eine transzendenzorientierte pastoral- psychologische Begleitung‘. 160 Ein erster, elementarer Zugang, der bereits in der Einleitung dieser Arbeit formuliert wurde, führt über die sprachliche Ableitung. 333 Ausgehend vom lateinischen ‚transcendere‘ (hinübersteigen, überschreiten) bezeichnet Trans zendenz dann Dasjenige, welches einen bestimmten Bereich und somit eine bestimmte Grenze überschreitet. Der Komplementärbe- griff der Immanenz, abgeleitet vom lateinischen ‚immanere‘ (dabeibleiben, darin bleiben), bezeichnet hingegen den Verbleib in diesem Bereich. Entsprechend versteht Figl unter ‚Trans zendenzerfahrung...

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