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Pastoralpsychologie und Transzendenzerfahrung

Impulse für eine diakonische Seelsorge im Werk von Karlfried Graf Dürckheim

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Dirk Klaas

Im Mittelpunkt dieser Studie steht der Versuch, das Verhältnis von Pastoralpsychologie und Transzendenzerfahrung handlungsbezogen zu thematisieren. Dazu wird das Werk Karlfried Graf Dürckheims (1896-1988) für die diakonische Seelsorge erschlossen und in konkreten Impulsen fruchtbar gemacht. Zugrunde gelegt wird dabei ein pastoralpsychologisches Verständnis des Dürckheimschen Ansatzes, der in seiner Gesamtheit als eine spezielle Ausprägung der Analytischen Psychologie nach Carl Gustav Jung verstanden und durch systemisch-konstruktivistische Sichtweisen ergänzt wird.

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VI. Hypnosystemische Begleitung von Trans zendenzerfah rung – Eine konstruktivistische Weiterführung des Dürckheimschen Ansatzes 261

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261 Hypnosystemische Begleitung von Trans zendenzerfah-VI. rung – Eine konstruktivistische Weiterführung des Dürckheimschen Ansatzes 1. Einleitung: Dürckheim als Konstruktivist ?! Im Mittelpunkt des vorliegenden Kapitels steht der Versuch, den Dürckheimschen Ansatz, der klar im Kontext der jungschen Tiefenpsychologie verortbar ist, unter einem hypnosys- temisch-konstruktivistischen Blickwinkel neu zu erschließen. Eine solche grenzüberschrei- tende Weiterführung mag zunächst befremdlich erscheinen. ‚Normalerweise‘ ist man in der Pastoralpsychologie entweder tiefenpsychologisch oder systemtheoretisch orientiert. Innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie heißt dies: Man ist in der Re- gel entweder Mitglied der Sektion GOS (Gruppe – Organisation – System) oder Mitglied der Sektion T (Tiefenpsychologie). 529 Fast ist man versucht, zur Charakterisierung der Abgrenzungsmentalität und auch Riva- lität zwischen beiden Ansätzen Jungs Beispiel vom Schuhmacher, der auch Poet ist, heran- zuziehen. Zur Illustration des Konzeptes der Persona führt Jung u.a. aus: „Die Sozietät erwartet, ja muß von jedem Individuum erwarten, daß es die ihm zuge- dachte Rolle möglichst vollkommen spielt … Die Sozietät verlangt dies als eine Art von Sicherheit; jeder muß an seinem Platz stehen, der eine ist Schuhmacher, der andere Poet. Es wird nicht erwartet, daß er beides sei. Es ist auch nicht ratsam, beides zu sein, denn das wäre etwas unheimlich. Ein solcher wäre ja >andersaußeninnenDie Wirklichkeit, zu der man den andern entbindet, hängt davon ab, in welcher Wirklichkeit man selbst steht.< Und dies betrifft die theoretische sowohl wie die praktische Wirklichkeit. Im Patienten gewinnt das Gewicht, was...

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