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Die Entwicklung der Rechtschreibkompetenz beim Textschreiben

Eine empirische Untersuchung in Klasse 1 bis 4

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Johanna Fay

Die Rechtschreibkompetenz ist facettenreich: Diktierte Wörter und Sätze stellen andere Anforderungen als selbst verfasste Texte; und die jeweilige Wortwahl hat entscheidenden Einfluss. Die Autorin hat ein Analyseverfahren entwickelt, mit dessen Hilfe es gelingt, die Rechtschreibkompetenz zu messen und dabei diese unterschiedlichen Anforderungen zu berücksichtigen. In ihrer Studie analysiert sie die Entwicklung der Rechtschreibkompetenz von Klasse 1 bis 4 in 120 Lernertexten und vergleicht diese Leistungen mit denen aus Rechtschreibtests. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll: Was in der Rechtschreibdiagnostik gewöhnlich getestet wird, ist nur eine Facette der Rechtschreibkompetenz, die mit den Leistungen in frei verfassten Schreibungen allenfalls tendenziell übereinstimmt.

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Teil A: Die Rechtschreibkompetenz: ihre Formen und ihre Erforschung 13

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Teil A Die Rechtschreibkompetenz: ihre Formen und ihre Erforschung Wenn es um den Erwerb und die Diagnostik von rechtschriftlichem Können geht, wird i.d.R. von einem allgemeinen Begriff der ‚Rechtschreibkompetenz’ ausgegangen, obwohl derzeit im fachwissenschaftlichen Diskurs kein Konsens darüber besteht, was unter ‚Rechtschreibkompetenz’ zu verstehen ist. Je nach Perspektive rücken andere Kompetenzinhalte oder -facetten in den Vordergrund. Das gilt sowohl für die Betrachtung der Rechtschreibkompetenz als theoreti- sches Konstrukt, für die Förderung dieser Kompetenz in didaktischen Zusam- menhängen, wie auch für ihre Operationalisierung in der Forschung und Dia- gnostik. In den folgenden Kapiteln werden daher zunächst Formen der Rechtschreib- kompetenz systematisch nach verschiedenen Perspektiven unterschieden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei jeweils auf dem Spezifikum der ‚Recht- schreibkompetenz beim Textschreiben’, das Gegenstand dieser Studie ist. Das Kap. A 1.1 bildet den Ausgangspunkt der weiteren Betrachtung. Hier wird die Rechtschreibkompetenz im Hinblick auf die unabhängige Variable der vor- liegenden Untersuchung, den ‚Handlungszusammenhang’, in zwei Schreibdi- mensionen differenziert. In Kap. A 1.2 geht es um den durch die Einführung der Bildungsstandards 2004 angestoßenen Prozess der Modellentwicklung. Dazu gehört zuerst die Ausei- nandersetzung mit der zugrunde liegenden Kompetenzdefinition von Weinert 200110 und weiteren Konzepten zum Kompetenzbegriff. Weiterhin werden hin- sichtlich der Rechtschreibkompetenz Modelle zur Entwicklung, zu Niveaustufen und zur Differenzierung in Facetten unterschieden sowie deren Implementierung in curricularen Vorgaben betrachtet. Auch dabei interessiert an erster Stelle die Berücksichtigung der besonderen Kompetenzfacette im Textschreiben. In Kap. A 2 wird auf Grundlage der...

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