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Sprachen lernen – Sprachen lehren- Language Learning – Language Teaching

Perspektiven für die Lehrerbildung in Europa- Prospects for Teacher Education across Europe

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Edited By Daniela Elsner and Anja Wildemann

Die Aus- und Weiterbildung europäischer Sprachenlehrkräfte gewinnt zunehmend an Bedeutung. Um den Anforderungen eines zeitgemäßen Sprachenunterrichts gerecht werden zu können, muss die Qualifizierung so gestaltet werden, dass sie angehenden und erfahrenen Lehrkräften als Modell ihres eigenen Unterrichts dienen kann. Dies ist nur zu erreichen, wenn das Bewusstsein für Sprachenvielfalt und Multikulturalität geweckt und Lehrenden Konzepte an die Hand gegeben werden, mit denen sie sprachensensible und autonome Lehr- und Lernformen realisieren können. Im Rahmen der 3. Internationalen Langscape-Tagung wurden Forschungsergebnisse und -desiderate aus bildungs- und gesellschaftspolitischer, unterrichtspraktischer und diskurstheoretischer Perspektive offen gelegt und durch examples of good practice illustriert.
Foreign language teacher education across Europe is generating ever greater interest, In order to achieve the goals connected with the pedagogy of multiliteracies, teaching and teacher training has to be structured in a way that provides future teachers as well as experienced professionals with designs for their own classroom activities. This can only be achieved by offering life-long education programs that will raine awareness of language diversity and multiculturalism in Europe by providing and testing instruments to be used for reflection, external and self-evaluation and by providing teachers with a toolkit enabling them to test innovative and independent teaching and learning methods. In the course of the 3rd international Langscape conference research results and desiderata on educational, socio-political, practical/experiential and discourse theory perspectives were explored and illustrated by examples of good practice.

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Mehrsprachigkeit und ihre Bedeutung in der Lehrerausbildung Katja Francesca Cantone Viele Studien aus der Mehrsprachigkeitsforschung zeigen, dass der gleichzeitige Erwerb von mehr als einer Sprache als unproblematisch anzusehen ist (vgl. u. a. Meisel 1989, Müller, Kupisch, Schmitz/Cantone 22007, Tracy 22008). Schulische Sprach- angebote variieren jedoch sehr stark und Sprachen werden im Unterricht folglich auf sehr unterschiedliche Weisen behandelt. Die Sprachlernpotenziale mehrsprachiger Schüler werden dabei bei Weitem nicht ausreichend ausgeschöpft. Nach einem Exkurs zur Sprachenpraxis im Schulalltag in Deutschland und den USA, werden schließlich Möglichkeiten diskutiert, wie die Lehrerausbildung künftig gestaltet werden kann, um den Einbezug der Mehrsprachigkeit im Regelunterricht zu gewährleisten und damit alle mitgebrachten Ressourcen der Kinder und Jugendlichen einzubinden. Einleitung Unbestritten ist, dass die Beherrschung mehrerer Sprachen in der heutigen Arbeitswelt von großem Vorteil ist. Ebenso ermöglicht sie den Zugang zu ver- schiedenen Kulturen und vereinfacht die private und berufliche Mobilität zwi- schen Staaten. Ungeklärt sind jedoch folgende Fragen: Wie viele Sprachen sollte ein Schüler während seiner Schullaufbahn erlernen? Inwieweit sollen auch als weniger prestigevoll angesehene Sprachen angeboten werden? Welches Niveau ist erstrebenswert? Wie kann adäquat mit den Erstsprachen von Kindern und Jugendlichen umgegangen werden? Dieser Beitrag möchte Bedenken gegenüber der Mehrsprachigkeit im Schul- alltag abbauen, indem er deutlich zu machen versucht, warum das Nutzen mit- gebrachter Ressourcen für das weitere sprachliche Lernen bedeutsam ist. Lehrer sollten allerdings nicht erst bei der Ausübung ihres Berufes mit dieser Thematik in Ber...

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